Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen

, März 30, 2020

und wie man diese begegnen sollte

In den aktuellen Zeiten der Corona – Pandemie ist eine Schwangerschaft alles andere als unbeschwerlich. Auch wenn Schwangere und Babys nicht zur Risikogruppe dieses Virus gehören, ist diese Zeit mit vielen Ängsten und Unannehmlichkeiten verbunden.

In der Schwangerschaft spielen bzw. fahren die Hormone und somit die Gefühle der werdenden Mutter eh schon Achterbahn. Dies in Kombination mit den Kontaktsperren, insbesondere den begrenzten Kontakt mit dem Vater unter der Geburt bzw. nach der Geburt, die Angst vor dem Verlust von Angehörigen (Eltern) und Zukunftsängsten, wie jetzt in der Zeit der Corona Pandemie, sind ein eher unbekömmlicher (wenn auch alkoholfreier) Cocktail.

Nach den Gesetzen der Natur werden in Zeiten von Gefahr und Nahrungsmangel eher keine Nachkommen gezeugt und ich bin gespannt, ob sich dies in der Geburtenrate im nächsten Jahr 2021 zeigt.

Ängste in der Schwangerschaft

Da Embryos die Gefühle der werdenden Mutter und nicht selten auch die des Vaters wahrnehmen, werden sie wohl viel Angst fühlen. Ängste führen immer zu Verspannungen und dies kann in den letzten Wochen der Schwangerschaft dazu führen, so dass es dem Baby erschwert wird sich kopfüber ins Becken zu drehen.

Wie umgehen mit Ängsten in der Schwangerschaft?

Auch wenn es sowieso wichtig ist mit dem werdenden Baby zu sprechen, ist es bei ängstlichen Gefühlen umso wichtiger. Auf keinen Fall sollte die schwangere Frau probieren ihre Ängste und Sorgen wegzudrücken oder zu überspielen. Denn diese werden vom Embryo trotzdem wahrgenommen. Viel hilfreicher ist es diese auszudrücken, ganz nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.

Sich seine Ängste einzugestehen, beinhaltet zumindest teilweise schon das Vertrauen diese bewältigen zu können. Sowie jeder bewusst genommener tiefer Atemzug bei Angst ein Ja zum Leben bzw. ein sich größer machen als die Angst beinhaltet.

So kann die werdende Mutter, dass Kind in ihrem Bauch sagen, dass es gerade eine schwierige Zeit ist und sie ab und zu immer wieder Angst bekommt. Doch dass sie nicht allein ist und sich freut, es in ihre Arme zu nehmen und ihr bestes geben wird es zu schützen und zu nähren. Und dass sie diese Zeit gemeinsam gut überstehen werden und es dann auch wieder leichter werden wird. Dabei hilft es sich diese gemeinsame Zeit so schön und plastisch wie möglich vorzustellen.

Umso stärker wird es das Gefühl von Verbunden- und Geborgenheit mit jedem Austausch stärken.

Um diese Ängste nicht immer wieder zu schüren, sollte man sich nicht jeden Tag die neuesten Nachrichten anhören und es sich stattdessen so „gemütlich“ wie möglich in dieser Zeit zu machen und wenn schon kein persönlicher Kontakt mit Freunden und Eltern möglich ist, sich per Telefon oder Internet auszutauschen. Und wenn immer möglich Spaziergänge in einem nahe gelegenen Wald machen!!! Bewegung ist das Heilmittel gegen Depressionen schlechthin und zu dem die beste Vorbereitung für die Geburt.

Wir wünschen allen Schwangeren trotz Corona eine wunderschöne Kugelzeit und eine sichere und schöne Geburt!

Euer Deva Babytalk-Team

Beitragsfoto: AntonioGuillem / Getty Images Pro

Eine Antwort zu “Schwangerschaften in Zeiten von Corona und anderen Krisen”

  1. „Wir haben momentan zum Gluck noch keine Ausgangssperre und ich finde es auch wichtig fur das Immunsystem, sowohl von Erwachsenen als auch von Babys, auch mal an die frische Luft zu gehen. Aber ich wurde einfach den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Ware es mein Kind, wurde ich es nicht zum Einkaufen mitnehmen. Man sollte sich selbst, so gut es geht, schutzen und die sozialen Kontakte ein bisschen runterschrauben. Und man sollte auch mal das Positive darin sehen und einfach die Dreisamkeit genie?en. Es ist ja haufig so, dass nach einer Geburt alle moglichen Menschen das Baby sehen wollen. Das ist ja auch was Schones, aber es ist manchmal auch sehr viel Stress fur die Mutter, gerade, wenn sie noch im Krankenhaus sind. Jetzt wird das ja quasi extern unterbunden und das kann auch, glaube ich, manchmal ganz gut und ganz schon sein.“

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