Pollenallergie in der Schwangerschaft

25. April 2018 -



Allergien in der Schwangerschaft sind leider nichts Seltenes. Die häufigste aller Allergien ist die Pollenallergie. Es kommt sogar vielfach vor, dass sich eine Allergie zum ersten Mal in der Schwangerschaft zeigt. Mühsam ist leider, dass gewisse Medikamente in der Schwangerschaft tabu sind.

Aber was ist eine Allergie überhaupt?

Welche Symptome hat man bei einer Pollenallergie und was kann in der Schwangerschaft dagegen unternommen werden?

Eine Allergie tritt auf, wenn das Immunsystem einer Person auf Substanzen in der Umgebung reagiert. Diese Substanzen sind als Allergene bekannt und finden sich vor allem in Hausstaubmilben, Haustieren, Pollen, Insekten, Zecken, Schimmelpilzen, Lebensmitteln und einigen Medikamenten wieder.

Wenn eine Person, die gegen eine bestimmte Substanz allergisch ist, damit in Kontakt kommt, tritt eine allergische Reaktion auf. Dies beginnt, wenn das Allergen (zum Beispiel Pollen) in den Körper eindringt und eine Antikörperreaktion auslöst.

Die Antikörper heften sich an spezielle Zellen, sogenannte Mastzellen. Wenn die Pollen mit den Antikörpern in Kontakt kommen, reagieren die Mastzellen, indem sie bestimmte Substanzen freisetzen. Eine dieser Substanzen ist Histamin und löst Schwellungen und Entzündungen aus.

Bei der Pollenallergie sieht das so aus. Wenn Allergene eingeatmet werden, bewirkt die Freisetzung von Histamin, dass die Schleimhaut der Nase viel Schleim produziert, anschwillt und sich entzündet.

Es verursacht, dass die Nase läuft, juckt und heftiges Niesen kann auftreten. Oft beginnen auch die Augen an zu jucken und zu wässern. Da die Nasenschleimhäute in der Schwangerschaft hormonell bedingt schon eher erschlafft sind, kann eine Pollenallergie extrem unangenehm sein.

Was hilft?

Generell sollte darauf geachtet werden die Fenster nur zum Lüften zu öffnen, um nicht dauerhaft Pollen in die Wohnung zu lassen. Hilfreich ist es auch sich am besten täglich die Haare zu waschen, da sich dort viele Pollen festsetzen. Fürs Auto gibt es sogar spezielle Filter, um das Eindringen von Pollen zu reduzieren.  Es können aber auch alternative Methoden, wie Homöopathie oder TCM gut helfen.

Anti-Histamin sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da gewisse Präparate schädlich fürs Baby sein können. Was jedoch ohne Bedenken angewendet werden kann, sind niedrig dosierte Cortison Nasensprays.

Das Cortison wirkt auf die Nasenschleimhaut entzündungshemmend und abschwellend. Es wird direkt von der Schleimhaut aufgenommen und geht nicht in den Blutkreislauf über. Ideal wäre jedoch, wenn sich Frauen vor der Schwangerschaft einer Allergen-Immuntherapie unterziehen.

Da wird der Körper über einen längeren Zeitraum minimale Dosen von gewissen Allergenen ausgesetzt und dadurch desensibilisiert. Der Körper „lernt diesen Stoff kennen“ und stuft ihn nicht mehr als gefährlich ein und hat gelernt, wie er auf diesen am besten reagiert.

Das Immunsystem reagiert danach nicht mehr mit unangenehmen Symptomen auf die Allergene. Schließlich ist einfach wichtig, dass die Symptome für eine Schwangere erträglich gemacht werden.

Ob dies nun mit alternativen Methoden wie Homöopathie, Akupunktur oder doch der Schulmedizin gemacht wird, spielt dabei eine Nebenrolle. Hauptsache es wirkt ohne dabei dem Ungeborenen zu schaden.

Liebe Grüße Dayo (Babytalk – Hebamme)

Beitragsfoto: Ocskay Mark / shutterstock

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