Der erste Geburtstag des Kindes – Tipps zur Gestaltung

Oktober 8, 2018 -



Mein Schatz wird Eins!

Was, das Baby wird eins? Nach einem besonders intensiv erlebten ersten Lebensjahr ist plötzlich schon der erste Geburtstag da. Viele junge Eltern können es gar nicht fassen, wie schnell ihr kleiner Liebling wächst.

Die zahlreichen Entwicklungsschritte, die das Kind im ersten Jahr durchlebt, begleiten sie auch noch über die große Eins hinaus, die jetzt auf dem ersten Kuchen prangen soll. Noch zählt man auch weiterhin das Alter in Monaten.

Nachdem die Monate irgendwann das Zählen in Wochen abgelöst haben, beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Doch bis nur noch in Jahren gezählt wird, vergeht noch ganz schön viel Zeit.

Doch der allererste Geburtstag des Nachwuchs ist, zugegeben, schon etwas ganz Besonderes. Aber wie ihn denn nun feierlich begehen, wie ihn gebührend würdigen?

Für eine große Kinderparty ist so ein Baby noch viel zu klein. Davon hat es selbst doch gar nichts – erinnern wird es sich später einmal auch nicht mehr daran. Alle vernünftigen Eltern wissen das. Und doch, die Freude überwiegt so sehr, dass dies doch wirklich ein Anlass zum Feiern ist, wenn auch erst einmal nur für die Großen.

Wenn einem diese Tatsache bewusst ist, geht auch nichts schief. Das Geburtstagskind  sollte weder durch aufwendige und stressige Party-Vorbereitungen aus seinem gewohnten Rhythmus gerissen werden noch sollte ihn die Feier selbst mit zu viel Reizen überfluten.

Partygäste

Daher sollten sich Eltern genau überlegen, wieviele Menschen sie einladen wollen. Weniger ist mehr, heißt die Devise. Natürlich gehören Oma und Opa und/oder andere enge Verwandte unbedingt zum Kreis der Partygäste. Ebenso gut können natürlich andere enge Freunde oder Bezugspersonen wichtig sein.

Dem Baby vertraute Personen bringen es auch nicht so durcheinander als viele Fremde, die es gar nicht kennt. Fremde Menschen sollten unbedingt zu einem anderen Termin zur „Babyschau“ eingeladen werden.

Dennoch: Auch zu viele vertraute Personen auf einen Schlag können einem kleinen Menschen schnell zu viel werden. Das Kind schaut hin und her und ein guter Beobachter glaubt förmlich zu sehen, wie die Synapsen im kleinen Gehirn schalten.

Große Vielfalt bewirkt viel, oft zu viel auf einmal. Schreien, weinen und unruhige Nächte sind die Folge. Aber gut, immer kann man die Reizüberflutung wohl nicht vermeiden. Um sie zu lindern, könnten die Besucher zu verschiedenen Uhrzeiten eingeladen werden.

Hört sich vielleicht zunächst ungewohnt an, ergibt aber viel Zeit und Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Gast. Dabei ist es gut, die gewohnten Schlafenszeiten des kleinen Geburtstagskinds zuberücksichtigen.

Der erste Geburtstag – passende Geschenke

Eltern grübeln über sinnvolle Geschenke zum ersten Geburtstag. Viele kaufen das erste Bobby Car, ein Laufrad oder ein Dreirad. Klassiker sind ebenso Schaukeltiere, Kugelbahnen, Bauklötze oder eine Holzeisenbahn.

Aber ganz ehrlich, so richtig viel Spielzeug brauchen Einjährige noch nicht, oder? Klar, Türme aus Bausteinen umschmeißen, muss unbedingt sein. Und der Papa spielt mit der Eisenbahn; Junior guckt mit großen Augen zu und schubst den Zug um, wenn er vorbeifahrt. Und mit einem Dreirad kann ein Einjähriger auch noch nicht so viel anfangen.

Motorisch geschickte Kinder können jetzt aber bald mit einem Rutschauto wie Bobby Car los starten. Welches Geschenk sinnvoll wäre, kommt also zum einen auf die individuelle Entwicklungsstufe an, in der sich das Einjährige gerade befindet. Zum anderen hängt viel davon ab, was sich denn schon so alles im Haus angesammelt hat.

Steht der Fuhrpark noch vom Geschwisterkind vor der Tür oder haben die Großeltern bereits zur Geburt den halben Spielwarenladen leer gekauft, fallen diese klassischen Geschenkideen alle aus.

Und jetzt immer höher zu klettern in der Spielzeugleiter und dem Einjährigen einen ferngesteuerten Jeep zu schenken, ist völliger Quatsch. Außer natürlich, es gibt Erwachsene, die sich da eigentlich insgeheim was selber schenken.

Auch erlaubt, doch dann sollte man sich das auch eingestehen. Der Nachwuchs hat bestimmt Freude beim Zugucken. Auch die Holzeisenbahn kann er frühestens mit drei Jahren bedienen, also was dann?

In diesem Alter beginnen die Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erleben. Immer mehr nehmen sie von ihrer Umgebung wahr. Sie haben große Freude bei der Mama in der Küche zu sitzen, selber etwas zu rühren, die Welt der Musik und Klänge zu entdecken und Abenteuer im Garten zu erleben.

Dennoch dürfen sie vieles noch nicht haben: Kleine Teile, die sie in den Mund stecken können, sind absolut tabu. Doch wie wäre es mit einer Matschküche im Garten oder einer Spielküche für drinnen?

Das ist eine schöne Investition, die in den nächsten Jahren mit immer neuen Lebensmitteln aus Holz und Stoff ausgestattet werden kann. Vorerst genügen ein paar Schüsseln und Kochlöffel zum Klappern und Rühren.

Wer sagt, das ist total übertrieben zum ersten Geburtstag, hat auch irgendwie recht. Wie wäre es dann mit einem Klangspiel für die Terrasse? Es ist so faszinierend, wie ein Baby die Ohren spitzt und den zarten Klängen lauscht, die der Wind spielt. Auch Klanghölzer, Rasseln oder ein Xylophon sind tolle Investitionen, welche die Kinder auf ihre Art benutzen können und lange Freude daran haben.

Weitere extrem tolle Spielzeuge aus Holz sind Schiebeautos, Bagger und Krane, Tierfiguren und Sortierspiele, bei dem etwa gleiche Körper in gleiche Löcher gesteckt werden müssen.

Unbehandeltes Holz ist das beste Material in diesem Alter, denn was Plastik und Lack so alles für Inhaltsstoffe beinhalten, das sollte sich kein Einjähriger in den Mund stecken, zudem fühlt es sich haptisch auch nicht so spannend an. Auch eine Motorikschlaufe ist ein Must Have und wertvolles Lieblingsspielzeug.

Hier sind schon einige Tipps für Geburtstagsgäste dabei. Die sollten sich überlegen, dass sie in erster Linie die Eltern des Kindes beschenken. Denn obwohl kleine Kinder raschelndes Geschenkpapier gern aufreißen, nehmen sie ihre Geschenke noch nicht wirklich wahr.

Und so dürfen es durchaus auch sinnvolle Geschenke dabei sein, wie etwas Neues zum Anziehen oder lederne Lauflernschuhe, die die Eltern dann nicht mehr kaufen müssen.

Was für einen Kuchen backen?

erste Geburtstag - Geburtstagskuchen mit einer eins drauf

Wie sieht es nun mit den Partysnacks aus? Die dürfen gerne babygerecht sein – wäre ja sonst gemein, wenn die Hauptperson heute zusehen muss. Zuerst einmal gehört natürlich ein Geburtstagskuchen dazu, am besten selbst gebacken. Das hat den Vorteil, das der Zuckergehalt des Kuchens dosiert werden kann.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es vollauf genügt, die Hälfte des in Rezepten angegebenen Zuckers zu verwenden. Wenn Kinder von klein auf nicht mit Zucker überfüttert werden, empfinden ihre Geschmacksknospen auch eine viel geringere Menge Zucker schon als süß.

Statt Kristallzucker eignet sich der kalorienarme und für die Zähne sehr gesunde Birkenzucker. Auch Süßungsmittel wie Agavensirup oder Kokosblütenzucker sind gute Alternativen zum Rübenzucker.

Am besten sind trockene Rührkuchen, die selbstverständlich alle mit pflanzlicher „Milch“ statt mit Kuhmilch gebacken werden können. Damit der Kuchen nicht allzu bröselig gerät, sind Varianten mit Bananen- oder Apfel-Mangomus empfehlenswert.

Zur Verzierung eignen sich kleine bunte Zuckerstreusel, bei denen keine Erstickungsgefahr durch Verschlucken besteht wie etwa bei den größeren Zuckerperlen. Mehr Aufwand ist nicht nötig. Dem Baby wird sein Kuchen schmecken und seine erste Kerze wunderbar leuchten.

Weitere Snacks sind alles, was das Kleinkind zu diesem Zeitpunkt schon gerne ist, wie frisches Obst und Gemüse, Avocado und Brezel. Jeder kennt wahrscheinlich die Lieblingshappen seines Babys selbst am Besten.

Herzlichen Glückwunsch wünscht Euch

Eure Verena Mami rocks (Babytalk-Autorin)

Beitragsfoto: Irina Meliukh / shutterstock
Foto2:  Mischenko83 / shutterstock

Das könnte Dich auch interessieren


Babyspielzeug aus Naturmaterialien

Wenn Eltern die ersten Spielzeuge für ihre Kleinen kaufen, ist das eine wundervoll aufregende Sache: Es wird recherchiert, abgewogen und überlegt, was denn das Allerbeste für das Kind ist. Gerade bei den ganz Kleinen ist es ja auch in derWeiterlesen

Beikosteinführung: Ein Löffelchen für dich, ein Löffelchen für mich

Dieser Beitrag „Beikosteinführung“ kommt aus unserem Expertenteam und zwar von der Hebamme Anja Lehnertz. Sie arbeitete bis vor kurzem in Trier als letzte freiberufliche Hebamme, die auch noch immer Geburten begleitete und setzt sich enorm für selbstbestimmte Geburten ein. AlsWeiterlesen

Achtsamkeit im Umgang mit Babys  

Achtsamkeit ist in aller Munde. Doch es ist nicht nur ein Modewort. Dahinter steckt eine Haltung im Umgang mit anderen Lebewesen. Sind das nun Tiere und Pflanzen, andere Erwachsene oder eben Kinder.  Auch Babys haben unsere Achtsamkeit und unseren vollenWeiterlesen

Meistgelesen!



Clustern – Wenn sich das Baby zur Raupe Nimmersatt entwickelt

Clustern – Aktuell wird Marie (11 Monate alt) nachts häufig wach, um kurz an meiner Brust zu nuckeln und zurück ins Träumeland zu schweben. Für einige Zeit kam sie mit Pausen von 4 bis 5 Stunden sehr gut klar. DasWeiterlesen

Unser Adventskalender mit tollen Gewinnen:



Curaprox Schnuller und Zahnbürsten



Curaproxbaby Schnuller Werbung

Werbung



Wir lieben Babys und Babys lieben es getragen zu werden!

Zum Beispiel in diesem wunderschönen Tuch von Kokadi, zu haben bei windeln.de:

kokadi Tragetuch Leon im Wunderland

So könnt ihr alle die Hebammen unterstützen: