Schnullern oder nicht Schnullern, dass ist hier die Frage

12. Februar 2018 -



Der Grund für diesen Beitrag

Als Content- und Communitymanager von Babytalk freue mich sehr über die Diskussion in unserer Community zum Thema „Soll man seinem Kind einen Schnuller geben oder nicht“. Was mich wundert ist, dass die Diskussion gerade durch einen Artikel hervorgerufen wurde, in welchem es gar nicht darum geht, den Schnuller anzupreisen oder zu verdammen.  Denn in dem Beitrag „Warum manche Babys unbedingt Schnullern wollen“, zeigt unsere Babytalk-Osteopathie Expertin Kristin Wentingman auf, WARUM manche Babys ein extremes Schnullerbedürfnis haben.

Es wird nicht gesagt, ob man diesem als Eltern nachkommen soll oder nicht. Einzig, dass es an einem geburtsbedingten Stress liegen kann, den das Baby durchs Schnullern zu beruhigen probiert.

Wenn diese den der Fall sein kann, ist es sinnvoll dies durch einen auf diesem Gebiet bewanderten Osteopathen prüfen und ggf. harmonisieren zu lassen.

Schnuller ja oder nein

Wir von Babytalk vertreten die Meinung, dass kein Schnuller bzw. so wenig Schnullern / Nuckeln wie „möglich“ die Beste Lösung für die gesundheitliche Entwicklung des Babys sein kann, unter der Voraussetzung:

Die Mutter / Vater haben die Zeit und das Vertrauen und Kraft ihr Kind durch liebevolle Aufmerksamkeit durch seine „Stressverarbeitung“ nach der Geburt zu begleiten.

Denn wenn nicht, zerrt es zu sehr an den Nerven und der Kraft der Eltern. Und dann verlieren sie ihre „Ausgeglichenheit“ und das wiederum überträgt sich auf das Baby.

Dies hat nichts damit zu tun, ob die Eltern sich genug anstrengen oder nicht, denn gerade „extreme“ Anstrengung ist nicht gut, sondern vielmehr mit den eigenen Traumata der Eltern, der häuslichen bzw. familiären oder beruflichen Situation und nicht zuletzt an der „Reizverarbeitung“ der Kinder.

Über einen längeren Zeitraum über seine „Grenzen zu gehen“, führt sehr schnell dazu sich „aufzuopfern“, indem wir unsere eigenen Bedürfnisse zu lange für das Baby oder die Familie zurückzustellen.

Was wir Eltern unseren Babys nicht vorleben wollen, zumindest dann nicht, wenn wir wissen, dass diese dieses Muster dann höchstwahrscheinlich für sich übernehmen werden.

In meiner Praxis als Familientherapeut habe ich zumindest noch keine Mutter oder Vater getroffen, die dies ihren Kindern fürs Leben mitgeben wollten.

In meinem Beitrag „Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern“ gehe ich näher auf dieses Thema ein.

Was ist bei der Auswahl eines Schnullers zu beachten

Einer der wichtigsten Gründe, warum Eltern sich die Entscheidung für einen Schnuller so schwermachen, ist die Gefahr eines Kreuzbisses. Dieser kann durch einen sehr häufigen Gebrauch eines Schnullers als auch eines Daumens entstehen.

Um Euch Eltern diese Entscheidung leichter zu machen, möchten wir Euch unseren Artikel von Dr. Pick „Gibt es einen Schnuller ohne Reue“ empfehlen. In diesem geht er auf die Voraussetzungen eines biofunktionalen Schnullers ein, der die Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst.

Wie wissen nicht, wie schwer der Rucksack ist, den ein anderer trägt

Warum Eltern es „verurteilen“, wenn andere Eltern ihren Kindern den Schnuller häufig gewähren oder gar nicht den Mund schieben?

Neben meiner Arbeit als Familientherapeut und Autor arbeite ich auch als Persönlichkeitsentwickler. Und als solcher weiß ich, dass wir gerade dass „verurteilen“, was wir uns selber „verbieten“.

Wenn Mütter bzw. Eltern sich dazu entschließen ihr Baby ohne Hilfe eines Schnullers durch die ersten Monate zu begleiten, werden sie in der Regel wesentlich häufiger an oder über ihre Grenzen kommen, als wenn sie ihren Babys einen Schnuller geben.

Und wenn sie dann hören oder lesen, wie „einfach“ es andere Mütter es sich scheinbar machen, „verurteilen“ sie dies schnell. Scheinbar deshalb, „weil wir nie wissen, wie schwer der Rucksack ist, den ein anderer trägt“ (Afrikanisches Sprichwort).

Wir wissen zwar, was das Schreien unseres Babys bei uns auslöst, können und jedoch nicht wirklich in das Schreien und die Situation von anderen Eltern und ihren Babys reinversetzen.

Dies liegt vor allem daran, dass wir Eltern unterschiedliche Ressourcen mitbringen, wie zum Beispiel Vertrauen, das Gefühl Liebenswert und/oder Genug zu sein. Zum anderen lassen wir uns unterschiedlich leicht emotional „Berühren“.

Andererseits erhalten sie Kommentare, wie, dass sie ihren Kindern nicht das zukommen lassen, was diese brauchen. Dazu kann ich aus meiner Erfahrung als Familientherapeut nur sagen, dass alle Eltern zu jederzeit ihr Bestes geben. Und dass ihre Kinder auch aus Recht haben, sich mehr zu wünschen.

Ich ziehe vor allen Eltern, die die Ruhe, das Vertrauen und die Kraft aufbringen dies durchzuziehen meinen Hut und habe für alle Eltern volles Verständnis, die sich für einen Schnuller entscheiden.

Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

Beitragsfoto: siete_vidas / shutterstock

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