Schlagwort: Kiss-Syndrom

  • Was Du über das KiSS-Syndrom wissen solltest

    Was Du über das KiSS-Syndrom wissen solltest

    Vermutlich kennen mehrere Eltern von euch das vornehmliche Drehen auf die immer gleiche Seite oder das starke bevorzugen der einen Brust beim Stillen. Dies können Anzeichen des KiSS-Syndroms sein. Nachfolgend erfahrt ihr, was man unter dem KiSS-Syndrom versteht, wie man es erkennt und wie es behandelt werden kann.

    Übersicht

    Das KiSS-Syndrom

    • Bedeutung
    • Anzeichen
    • Ursachen
    • Diagnose
    • Folgen
    • Behandlung
    • Kostenübernahme

    Wofür steht „KiSS-Syndrom“

    Die Abkürzung KiSS steht für kopfgelenkinduzierte Symmetrie-Störung. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Fehlstellung der ersten beiden Halswirbel. In den 50er Jahren wurde es unter dem Begriff Atlasblockiersyndrom bekannt. Der Name rührt daher, dass der 1. Halswirbel auch Atlas genannt und der 2. Halswirbel (Axis) in diesen Fällen durch eine Fehlstellung blockiert sind.

    Die durch die Blockade der Halswirbel auftretenden Schmerzen probiert das Baby durch eine asymmetrische Haltung entgegenzuwirken. Dies kann zu zahlreichen körperlichen Entwicklungsstörungen führen. Vermutlich kommt es bei jeder 10. Geburt zu einer Halswirbelfehlstellung. Auch wenn dieses Syndrom mittlerweile bekannter ist, bleibt es noch häufig undiagnostiziert.

    Woran kennt ihr das KiSS-Syndrom erkennen

    Viele Symptome, die beim KiSS-Syndrom auftreten können, können auch andere Ursachen haben. Unsere Liste der KiSS-Syptome sollte deshalb mit Vorsicht gelesen werden: So ist nicht jedes Baby, das viel weint und gerne auf einer Seite schläft, automatisch von KiSS betroffen.

    Typische Anzeichen für ein KiSS-Syndrom sind:

    • Das Baby schreit häufig, insbesondere bei Bewegung oder wenn es zum Halten hochgenommen wird.
    • Das Baby hat Trinkprobleme und Schluckstörungen.
    • Das Kind dreht sich beim Wickeln vor allem zu einer Seite hin .
    • Das Baby bevorzugte beim Liegen vor allem die Bauchlage.
    • Einseitige Stillprobleme
    • Die Haltung ist ungewöhnlich schief.
    • Das Baby bevorzugt beim Schlafen und Liegen eine Seite.
    • Das Baby ist unruhig, schläft schlecht ein und wacht häufig auf .
    • Unreife Hüftgelenke des Neugeborenen
    • Kopfhalte- und Kopfdrehschwäche
    • Berührungsempfindlichkeit, insbesondere beim Hochheben (kleine Babys reagieren häufig mit Schreien oder Weinen)

    In den seltensten Fällen treten diese Anzeichen für das KiSS-Syndrom zeitgleich auf. Die auffälligsten Symptome sind die Bevorzugung einer Brustseite sowie einer Körperseite beim Drehen.

    Ursachen des KiSS-Syndroms

    Während der Schwangerschaft kann es infolge einer Steiß- oder Beckenendlage zu Blockaden der Halswirbelsäule kommen.

    Die häufigsten Ursachen sind einer traumatischen Geburt geschuldet. Wenn beispielsweise das Köpfchen des Ungeborenen unter hohem Druck durch den engen Geburtskanal der Mutter gepresst wird. Oder wenn das Baby während der Geburt Drehbewegungen gegen einen „Widerstand“ durchführt, die das Kopfgelenk stark belasten.

    Risikofaktoren sind eine Saugglocken- oder Zangengeburt, sowie Notfall-Kaiserschnitte und Zwillingsgeburten. Und nicht zuletzt schnelle Geburten und ein hohes Geburtsgewicht.

    So wird das KiSS-Syndrom diagnostiziert

    Nicht alle Kinderärzte kennen das Syndrom. Es kann deshalb sein, dass dein Arzt nicht der richtige Ansprechpartner ist. Es gibt viele Heilpraktiker, Chiropraktiker, Osteopathen und Physiotherapeuten, die sich auf das KiSS-Syndrom spezialisiert haben.

    Wie macht sich ein „unerkanntes“ KiSS-Syndrom bemerkbar

    Dem KiSS-Syndrom werden in der Folge weitere Beschwerden zugeschrieben. Zu diesen Beschwerden gehören eine erschwerte motorische Entwicklung, ein verminderter Wachstum, eine ausbleibende Gewichtszunahme, sowie HNO-Probleme.

    Sofern es im Säuglingsalter nicht behandelt wird, tritt das sogenannte Kidd-Syndrom auf. Kidd-Syndrom bedeutet Kopfgelenk-induzierte Dyspraxie/Dysgnosie (Dyspraxie bedeutet die Unfähigkeit zum Ausführen erlernter Bewegungen, Dysgnosie steht für eine gestörte Wahrnehmung).

    Bei Kindern im Schulalter verlagert sich die Symptomatik hin zu Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, sowie Wahrnehmungsstörungen, Hyperaktivität oder Aggressivität bis hin zu Kopfschmerzen und Haltungsschwächen.

    Falls das KiSS-Syndrom bis zum Erwachsenenalter nicht behandelt wird, kann dies zu

    • Halswirbelsäulenbeschwerden
    • chronischen Rückenschmerzen
    • Bandscheibenvorfällen
    • Ohrgeräuschen, Schwindel
    • Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen führen.

    Behandlung des KiSS-Syndroms

    Sobald dieses Blockierung diagnostiziert wird, kann sie auch behandelt werden. Bei vielen Kindern reicht bereits eine einmalige Behandlung, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Eine weiterführende osteopathische Behandlung kann als unterstützende Maßnahme sinnvoll sein. Sofern die manuelle Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt, sollte im nächsten Schritt mit Krankengymnastik begonnen werden. Allerdings frühestens vier Wochen nach der manuellen Therapie.

    Ziel der Behandlung ist es, die Fehlstellungen der Halswirbel des Babys zu korrigieren. Dafür übt der Therapeut/ Osteopath sanften Druck auf das Genick des Kindes aus. Und versucht so, die Verspannung im Halswirbelsäulenbereich zu lösen.

    Kostenübernahme der Behandlung

    Nicht jede Krankenkasse übernimmt die Behandlungskosten. Dies hängt von der Art des Therapeuten und den Bestimmungen der Kasse ab. Mittlerweile übernehmen immer mehr gesetzliche Krankenkassen osteopathische Behandlungen bzw. manuelle Therapien.

    Wir empfehlen vor einer Terminvereinbarung bei deiner Krankenkasse nachzufragen, ob und welche Formen der Therapie diese übernimmt.

    Euer Deva (Babytalk-Autor)

    Beitragsfoto: riopatuca / shutterstock 
    
  • Osteopathie beim Baby – Geburtsberichte einer Mutter

    Osteopathie beim Baby – Geburtsberichte einer Mutter

    Osteopathie beim Baby: Im folgenden Beitrag berichtet eine Leserin von ihren komplikationsreichen Schwangerschaften und Geburten und wie ihren Kindern Osteopathie Behandlungen halfen.

    Die Geburt meiner Tochter

    Meine  Tochter wurde im Oktober 2013 bei 40+6 per Kaiserschntt geholt. Warum? Makrosomie und Verdacht auf einen Wasserkopf. Zudem hatte ich noch eine schwere Symphysenlockerung und eine Stauniere.

    Die Geburt wurde montags eingeleitet, doch es haben sich keine wehen gebildet. So wurde der KS Termin für Donnerstagmorgen geplant.

    Mittwochnachmittags fingen die Wehen dann aber an und man hat den KS auf Mittwoch vorverlegt bzw. der Arzt kam um 16:30 und meinte sofort in den OP .

    Um 17:07 kam meine Tochter mit 4380g, 56 cm und 37,5 cm Kopfumfang auf die Welt. Ein Wasserkopf wurde nicht bestätigt.

    Circa um die 6. Lebenswoche meiner Tochter wurde festgestellt, dass sie sich kaum bewegt und den Kopf nur auf der linken Seite abliegt. (Dies kann ein Hinweis auf das KISS-SYNDROM sein, Hinweis der Redaktion.) Meine Hebamme meinte dann, wir sollten Mal einen Osteopathen aufsuchen.

    Haben wir dann auch sofort gemacht. Eine Sitzung und das Kind konnte sich bewegen und den Kopf endlich drehen. Seit dem war sie wie ausgewechselt, fing an neugierig zu werden und zu reagieren, wenn wir sie angesprochen haben.

    Die Geburt meines Sohnes

    Mein Sohn wurde im Mai 2018 per eilige Sectio in der 34+2 Schwangerschaftswoche geholt. Geplant war dieser KS allerdering bei 38+1 wegen meinem Geburtstrauma im letzten Jahr (Zwillingstotgeburt in der 23+4. aufgrund eines Fetofetales Transfusionsyndrom.

    (Abgekürzt FFTS, Synonym Zwillings-Syndrom; englisch twin-to-twin transfusion syndrome, ist eine vergleichsweise seltene, aber in ihren Auswirkungen in der Regel sehr schwerwiegende Durchblutungs- und Ernährungsstörung von eineiigen Zwillingen.

    Sie tritt speziell bei Schwangerschaften mit eineiigen Zwillingen auf, die sich einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen. Hinweis der Redaktion, Quelle). 

    Dies war einer der Gründe, warum mein Sohn so früh geholt wurde.

    Der Grund warum mein Sohn in der 34+2 geholt wurde, war eine angehende Plazentaablösung und ein Fetomaternales Transfusionsyndrom (FMT).

    (Blutübertritt vom Fetus in den Kreislauf der Mutter; meist infolge Verletzung der Blutkapillaren der Mutterkuchenzotten (z.B. bei Placenta praevia, anlässlich geburtshilflicher operativer Eingriffe, bei vorzeitiger Plazentalösung; kann zu einer lebensgefährlichen Anämie des Kindes führen, aber auch zur Sensibilisierung der Mutter i.S. einer Rhesus-Inkompatibilität, Hinweis der Redaktion, Quelle.)

    Mein Sohn wurde mit 3260g, 49cm und 34,5 cm Kopfumfang um 22:10 geboren.

    12 Tage auf der Intensivstation

    Er lag anschließend 12 Tage wegen Blutarmut (HB von 5), eingefallener Lunge und Bildung eines Stresshormones (welches zu Organversagen führen kann) auf der Intensivstation.

    Er wurde 48 Stunden mit Morphin „stillgelegt“ und wir mussten bangen, dass er es überlebt und nicht zu seinen Brüdern geht. Gott sei Dank hat er sich super gemacht und ist jetzt 10 Wochen alt.

    Wir haben relativ schnell fest gestellt, dass er auch nur zu einer Seite guckt, diesmal nach links, dadurch hatte sich auch schon sein Kopf verformt. Er konnte die Arme nicht an den Körper anlegen und hatte die Beinchen immer am Körper angezogen. Sie waren auch alle sehr steif, was man beim Umziehen immer wieder merkte.

    Er überstreckt sich enorm. Teilweise fand er nicht mehr in den geraden Zustand zurück, so dass ich ihn beruhigen und helfen musste. Er war nachts sehr unruhig, weinte sobald man ihn ablegte und war ruhig, sobald ich ihn auf dem Arm hatte.

    Er spuckte sehr viel, ist aber kein Speikind. Dafür kam alles sehr viel später nach dem Trinken wieder hoch und lief einfach nur raus.

    Osteopathie bei Säuglingen - Die 5 häufigsten Gründe mit Säuglingen zu einem Osteopathen zu gehen

    Osteopathie beim Baby – Besuch beim Osteopathen

    Die Behandlungsmöglichenkeiten sind vielfältig und nach einer Geburt „immer“ sinnvoll, da die Kräfte, die auf den Körper der Mutter und des Babys  einwirken extrem sind.

    In der 8. Lebenswoche waren wir auf Anraten von seinem Kinderarzt bei einem Osteopathen. Mein Sohn hatte diverse Dornfortsätze ausgerenkt, durch das schnelle rausheben beim Kaiserschnitt.

    Zudem hatte er ein verdicktes Zwerchfell, was auf seinen Magen drückte und Sodbrennen auslöste. Daher kam sein Schreien im Liegen.

    Einer seine Dornfortsätze war direkt in der Mitte der Wirbelsäule verschoben, wodurch er seine Ärmchen und Beinchen nicht frei bewegen konnte.

    Dieser klappte ihn quasi einmal in der Mitte zusammen. Beim Einrenken stöhnte er auf und seine Arme und Beine fielen an den Seiten „runter“.

    Verbessert durch den Besuch hat sich auch sein Verhalten. Er schläft auch Mal im Laufstall, trinkt besser, stößt auf ohne zu spucken und ohne es später Retour zu geben.

    Er hat nun auch regelmäßig Stuhlgang, bewegt seine Arme und Beine, und Überstreckt sich nicht mehr so arg. Ende September haben wir noch einen Termin. Ich kann nur jeder Mutter „Osteopathie beim Baby“ empfehlen.

    Meine Empfehlung an KS Mütter

    Ich kann jeder KS Mutter nur dazu raten, selber mindestens einmal einen Osteopathen aufzusuchen.

    Während und nach den Schwangerschaften war ich jeweils einmal da. Und mindestens einmal habe ich ihm die Kinder vorgestellt.

    Mein Sohn hat so schrecklich geschrien, dass mir ganz mulmig war. Was ja eigentlich auch klar war. Er hatte Schmerzen, seit dem Termin nur noch „Gemecker“ bei Hunger oder wenn ein Pups quer saß.

    Ich bereue beide Kaiserschnitte absolut nicht. Erstens, weil mir der erste ein gesundes Kind und zweitens der nachfolgende ein lebendes Kind geschenkt hat.

    Glücklicherweise stelle ich mir auch nie vor, wie man mir die Kinder aus dem Körper zerrte oder ich irgendwas verpasst habe.

    Die Geburt ist bzw. war für mich nur ein relativ kleines Erlebnis, was ich mit meinen Kindern hatte. Für mich zählt es, sie aufwachsen zu sehen, nicht wie sie zur Welt kamen.

    Ich würde alle Geburten wieder so machen, auch die Zwillinge auf natürlichem Weg.

    Eine Babytalk-Leserin

    Beitragsfoto: Dmitry Naumov / shutterstock
    Pinterest: Dmitry Naumov & bmf-foto.de / shutterstock
  • Expertenbeitrag: Warum manche Babys unbedingt Schnullern wollen

    Expertenbeitrag: Warum manche Babys unbedingt Schnullern wollen

    Wir freuen uns, Euch heute den Beitrag unserer Babytalk Heilpraktikerin/Osteopathie Kristin Wentingmann vorzustellen, „Warum manche Babys so unbedingt einen Schnuller wollen“.


    Häufig wird sich mit den Fragen beschäftigt Schnuller ja oder nein, welcher Schnuller. Wie oft soll mein Kind einen Schnuller bekommen. Kann ich die Schnuller Nutzung negativ beeinflussen und wie gewöhne ich meinem Kind den Schnuller wieder ab.

    Die für mich als Osteopathin essentiellere Frage ist viel eher:

    Warum braucht ein Kind einen Schnuller?

    Warum gibt es Kinder, die sehr gut ohne Schnuller auskommen oder nur ab und an einen benötigen/fordern. Und warum können manche Kinder gar nicht ohne Schnuller.

    Jedes Neugeborene hat einen Saugreflex, der der Nahrungsaufnahme und der Selbstregulation in Form von Beruhigung dient.

    Aber nicht jedes Neugeborene braucht einen Schnuller, es gibt sogar einige, vor allem die die Gestillt werden, die den Schnuller schlicht weg ablehnen.

    Nach meiner Erfahrung liegt das daran, dass manche Säuglinge mit dem Schnuller versuchen einen Ausgleich des Craniosakralen (Kopf-Kreuzbein-) Rhythmus zu erreichen.

    Um meinen Ansatz verständlicher zu erklären, muss ich etwas ausholen.

    Stressfaktoren

    Jeder Organismus hat eine individuelle Menge an Stressfaktoren, die er aufnehmen und verarbeiten kann, ohne sicht- und spürbare Anzeichen zu zeigen. Und mit Stress meine ich nicht den Ärger im Büro oder mit dem Partner. Im Körper wird erstmal alles als Stress wahrgenommen, was den natürlichen Regelkreis zur Aufrechterhaltung des inneren physiologischen Gleichgewichts im Organismus (natürliche Homöostase genannt) stört oder negativ beeinflusst.

    Dies können Umwelt Belastungen, Amalgam Füllungen oder Unfälle sein. Etwas spezieller auf den Fall eines Säuglings eingegangen, sind dies z.B. unverträgliche Nahrungsmittel oder übermäßiger Stress. Der durch die Geburt verursacht wurde und von dem er sich ohne Unterstützung von außen nur schwer erholt.

    Erhöhte Streßpegel

    Woran man aber einen erhöhten Stresspegel erkennen kann, ist der Craniosakrale Rhythmus. Dies ist ein Mechanismus, den es in jedem Menschen gibt, der aber bei Babys noch deutlich stärker den ganzen Organismus bestimmt und sich bei Unstimmigkeiten zeigt als bei Erwachsenen.

    Warum ist das so? Das liegt unter anderem daran, dass Babys und Kinder noch nicht so voll gestopft sind mit Informationen und Dingen, die sie auf verschiedenen Ebenen bearbeiten müssen. Ein wesentlicher anderer Grund ist die Tatsache, dass bei Säuglingen die Schädelplatten noch sehr weich und zueinander beweglich verschiebbar sind.

    Der Craniosakrale Rhythmus ist eine wiederkehrende Bewegung im menschlichen System, die unter anderem durch die Zyklische Produktion und den Abbau des Gehirn Wassers (Liquor Cerebrospinalis) entsteht.

    Wenn der Craniosakrale Rhythmus ins Ungleichgewicht gerät, kann das viele verschiedene Ursachen haben, die alle unter einem Begriff zusammengefasst werden können, Stress im Organismus.

    Und das hat hat auch wieder Stress für den Organismus zur Folge.

    Was hat das alles mit einem Schnuller zu tun?

    Wie also lässt sich die Katze, die sich in den Schwanz beißt durchbrechen und was hat das alles mit dem Schnuller zu tun?

    Wie ich schon erwähnt habe, ist der Craniosakrale Rhythmus von der Menge des Gehirnwassers abhängig. Das bedeutet, es findet tatsächlich eine kaum messbare Bewegung statt, die grundsätzlich im ganzen Körper, am Kopf und am Kreuzbein (Sakrum), am stärksten spürbar ist.

    Das bedeutet aber auch, dass sich die Schädelknochen für einen ausgeglichenen Craniosakralen Rhythmus frei bewegen können müssen.

    Womit wir bei einer möglichen Ursache für einen eingeschränkten, unausgeglichenen Craniosakralen Rhythmus wären. Bei der Geburt schieben sich physiologisch die Schädelknochen des Säuglings übereinander.

    Das passiert zwangsläufig, damit er durch den Geburtskanal gelangen kann.

    Das ist nicht nur ein notwendiges Übel, sondern auch eine, man könnte sagen, Turboaktivierung des Craniosakralen Rhythmus. Denn diese massive Kompression des Schädels bewirkt eine sehr starke Gegenbewegung. Dies führt zu einer Aktivierung des gesamten Systems auf neurologischer Ebene, welche durch eine Kaiserschnittgeburt nicht „automatisch“ aktiviert wird.

    Nach dem die Kinder auf der Welt sind, stellt sich dann ein normaler gleichmäßiger Craniosakraler Rhythmus ein. Dafür ist es aber wichtig, dass sich die Schädelplatten wieder an ihre physiologischen Positionen begeben.

    Wenn der Geburtsvorgang schwierig oder besonders langwierig war, Saugglocken, Zangen oder ein Kaiserschnitt von Nöten waren, kann es sein, dass dies nicht auf natürlichem Weg passiert. In diesen beiden Fällen wird ein ungleicher Druck auf die Schädelplatten ausgeübt und der Besuch einer OsteopathIn empfohlen.

    Das bedeutet Stress im System!

    Stimulation des Craniosakralen Rhythmus durch das Schnullern

    Der zentralste Kern des Neurologischen -, wie auch des Craniosakralen Systems liegt an der Schädelbasis. Und dieser ist im Wesentlichen über dem Gaumendach positioniert.

    Dort ist ein Punkt, den die Kinder mit dem Schnuller unbewusst zu stimulieren versuchen. Der Schnuller wird beim Saugen immer und immer wieder rhythmisch unter den Gaumen gedrückt.

    Dies ist ein Mechanismus, der von Kindern unbewusst als Stimulations- Mechanismus des Craniosakralen Rhythmus genutzt wird.

    Sollten Ihr Kind nicht ohne Schnuller können, macht es Sinn, so früh wie möglich einen Osteopathen auf zu suchen. Und abzuklären, ob dieses Verhalten ein rein psychologischer Versuch ist Stress aus dem System abzubauen.

    Und sollte es nicht an dieser Thematik liegen, dass die Schädelplatten Schwierigkeiten haben sich nach der Geburt an ihre anatomischen Positionen zu bewegen, kann man Osteopathisch auch viele andere Ursachen, die mit Stress Aufbau im Organismus zu tun haben, unterstützend behandeln.

    Auf jeden Fall kann man den Stress im System abbauen. Wenn dies nur kurzfristig eine Verbesserung mit sich bringt und das Schnuller Problem wiederkommt, oder sich andere Auffälligkeiten zeigen sollten, ist es auf jeden Fall ratsam einen weiteren Fachmann aufzusuchen.

    Liebe Grüße

    Eure Kristin (Babytalk Heilpraktikerin/Osteopathin)

    Beitragsfoto: bedya / shutterstock
    Pinterest: bedya & riopatuca / shutterstock