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  • Wochenbett – Erfahrungsbericht: Vom Schwiegermutter – zum Traumwochenbett

    Wochenbett – Erfahrungsbericht: Vom Schwiegermutter – zum Traumwochenbett

    Wochenbett – Viktorias Geburt vor über fünf Jahren war eine kleine Herausforderung für unsere Nerven. Denn in einem Krankenhaus, in dem normalerweise elf Kinder im Monat das Licht der Welt erblickten, war Viktoria das elfte Kind an ihrem Geburts-Tag.
    Es wurde ein Notkaiserschnitt, da ihre Herztöne nicht mehr optimal waren, zudem lag sie damals quer im Bauch. Ein bisschen sah es auf vorher im Ultraschall aus, als würde sie unter einer Palme liegen;) Mein Frauenarzt schickte mich vorsichtshalber am späten Nachmittag, nach einem CTG bei ihm in der Praxis, in die Klinik.

    Da unter diesen Umständen keine natürliche Geburt in diesem Krankenhaus in Frage kam, wurde nicht viel diskutiert. Keine Stunde nach der Ankunft im Krankenhaus kam die Hebamme bereits mit den Thrombosestrümpfen ins Zimmer geflogen und machte mich OP-fertig.

    Der Notkaiserschnitt

    Der Kaiserschnitt lief für die Maus zum Glück super, sie war etwas blau aber ansonsten top fit und sofort neugierig auf die Welt☺. Um 22:26 Uhr war bzw. wurde sie „geschlüpft“. (Hier findet Ihr den entsprechenden Beitrag zu diesem Kaiserschnitt)

    Was mich betrifft, so war der Kaiserschnitt ein Horror. Ich hatte Schmerzen ohne Ende, was jedoch keiner außer dem Vater von Viktoria interessierte. Als ich anfing zu weinen, wurde es mit „typisch Mutter“ kommentiert. Und nach der OP vergaß man den Papa von Viktoria und mich im Kreißsaal, in den man mich schob, um von dort auf die Station verlegt zu werden.

    Erst nach drei Stunden kam eine genervte Schwester von der Station. Diese fragte ganz aufgelöst, was wir denn bitte im Kreißsaal machten und brachte mich um kurz nach zwei in mein Zimmer. Dort fingen heftige Schmerzen an und ich fragte nach einer Infusion.

    Die war aber nicht möglich, da kein Arzt sie verordnet hatte und alle Ärzte derzeit „ausgeflogen“ waren. Deshalb kam sie mit einem Paracetamol-Zäpfchen. Und um dieses zu verabreichen, warf sie mich auf den Bauch, indem sie das Betttuch mit einem Ruck auf Ihre Seite zog.

    Kurze Ohnmacht

    Ich war kurz ohnmächtig und kam nach einer Sekunde wieder zu mir. Mir liefen die Tränen über die Backe. Daraufhin kam der Kommentar des Jahrhunderts: „Zu einer Geburt gehören nun einmal Schmerzen, glauben Sie ja nicht, dass sie bloß wegen einem Kaiserschnitt drum herum kommen!“

    Meine Tochter sah ich das erste mal am nächsten Morgen um acht Uhr. Sie wurde mir gebracht und hatte in der Nacht schon drei Fläschchen Milch getrunken. Dabei hatte man mir versprochen, sie zum ersten Anlegen zu bringen, sobald sie hungrig ist.

    Wenn die Brüste gar nicht erst sprundeln

    Ich versuchte, auf Zurufen meiner Bettnachbarin, sie anzulegen. Das klappte absolut nicht. Ich hatte keine Ahnung, wie man das macht. Für alle, die sich wundern, was am Stillen so schwer ist: Die Kleine hatte durch die drei Flaschen keine Ahnung, was sie an der Brust denn bitte sollte. Zudem waren meine Brustwarzen alles andere als geeignet zum Stillen, was ich jedoch erst Wochen später erfuhr…

    Also fing das Kind an zu schreien. Sie hatte so einen Hunger, und auf mein Klingeln kam erst einmal über dreißig Minuten keiner ins Zimmer …

    Kurz bevor ich durchdrehte, kam der Papa von der Maus und stürmte auf die Babystation, wo er direkt eine Flasche in die Hand gedrückt bekam. Damit war uns erst einmal geholfen, das Mäuschen nuckelte seelenruhig ihre Flasche und lag von da an wie eine Königin auf meinem Bett.

    In den ersten drei Tagen kam keine Hebamme vorbei. Auch auf unser Nachfragen nicht.
    Um irgendetwas zu versuchen, damit ich vielleicht in ein paar Tagen stillen könnte, fing ich einfach mal an, Milch abzupumpen. Da kam allerdings nichts. Ein Tropfen war die ganze Ausbeute.

    Man sagte mir, dass sich mehr Milch bilden würde, wenn ich regelmäßig abpumpen würde. Also saß ich zehn Stunden am Tag vor der Milchpumpe.
    Es kamen pro Tag keine fünf Tropfen Milch und daran änderte sich leider auch nichts mehr…

    Das Wochenbett

    Nach der Entlassung begann das eigentliche Wochenbett.
    Wir wohnten bei meinen Schwiegereltern in Spe im Dachgeschoss. Und wie das Klischee es will, kam meine Schwiegermutter morgens nach oben und fegte mich aus dem Bett. Hier war staubzusaugen und dort der Boden zu wischen.

    Mein Baby nahm sie ständig und zog ihm erst einmal neue Klamotten an. „Das hier ist nichts für die Kleine!“, war ihr Standardsatz.
    Nach einer Woche öffnete sich die Naht der Kaiserschnittnarbe und ich wurde von meinem sehr, sehr einfühlsamen Frauenarzt in seiner Belegklinik stationär aufgenommen. Mit meinem Baby. Und was ab da an begann, könnt ihr Euch nicht vorstellen:

    Ein traumhaftes Wochenbett

    Man kümmerte sich rührend um uns beide. Wir hatten ein „Familienzimmer“, sodass niemand anderes ins Zimmer gelegt werden konnte und Viktorias Papa die Option hatte, dort zu übernachten.

    Wir hatten eine Kinderkrankenschwester für uns allein, da wir die einzigen mit Baby waren, bekamen alles, was wir auch nur andeuteten, und das Beste: Von Schmerzen war in dem Krankenhaus keine Rede mehr, denn wozu sollte man Schmerzen haben, wenn es doch so tolle Schmerzmittel gab?!

    Es wurden drei Wochen „Traum“ – Wochenbett“ in der Klinik, meine Mutter kam täglich vorbei, Viktorias Papa natürlich auch (der musste ja auch arbeiten). Und ich hatte Zeit für MICH und unser Baby.

    Ich las Bücher, Zeitschriften, und Facebook-Beiträge, nahm an Gewinnspielen teil, gewann eine CloudB Schildkröte (damals waren es nur elf Teilnehmer, da die Marke gerade erst auf dem Markt kam), gewann ein Eltern.de Gewinnspiel und lag oft nur im Bett und schaute meine wunderschöne Tochter an.

    Queen Viktoria zeigte ihre vorbildlichen „Manieren“

    Die Kleine trug übrigens zum Glück auf Ihre Art uns Weise hinzu: Sie schlief die Nächte durch!

    Und sie schrie fast nie. Nun gut, ich hatte ja auch genug Zeit, um ihre Bedürfnisse zu erspüren, aber sie hatte auch eine lustige Angewohnheit:

    Bevor sie anfing zu quengeln, räusperte sie sich ein paar Minuten lang!!! Die Krankenschwestern mussten sich ehrlich jedesmal „wegschmeißen“, wenn sie das Baby hüsteln hörten. So bekam Viktoria den Beinamen „Queen Viktoria“;)

    Wie ihr seht, hat mein damaliger Arzt mir eine Kehrtwende geschenkt. Von einem potentiellen „Horror“ – Wochenbett zum Traumwochenbett.

    Ich kann es jeder Mama empfehlen, noch BEVOR man einen körperlichen Grund bekommt (meine Naht, die sich öffnete), sich in gute Hände zu begeben. Heute würde ich vieles anders machen und wesentlich mehr auf meine Rechte pochen (vor allem in der Klinik, in der Viktoria geboren wurde).

    Aber man muss vieles erst lernen. Ich nehme die Erfahrung dankbar als Hinweis dafür, dass eine Mutter sich sehr viel um sich selber kümmern muss. Und nein, die Wohnung muss man nicht blitzeblank im Wochenbett halten.

    Wenn ihr dafür ein amtliches Schreiben braucht, stelle ich es Euch gerne aus 🙂

    Eure Mira (Babytalk – Redaktion)

    Beitragsfoto: Mikhail Tchkheidze / shutterstock
  • Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein ganz „normales“ Wochenbett

    Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein ganz „normales“ Wochenbett

    Wir freuen uns Euch wieder einen Erfahrungsbericht von einer Babytalk-Leserin zum Thema Wochenbett vorstellen zu können.


    Warum heißt das Wochenbett Wochenbett?

    Ich hab mich immer gefragt, warum das Wochenbett Wochenbett heißt. Wenn man es nicht besser weiß, denkt man an stundenlanges Rumlümmeln im Bett und Kuscheln mit dem Baby, mit gelegentlichen Besuchen auf Toilette und dem Wickeltisch.

    Man bekommt auf einem Tablett das Essen vom Partner serviert und muss sich um nichts kümmern, außer um die eigene Erholung und das Bonding zwischen Mutter und Kind.

    Nun ja…wie gesagt…wenn man es nicht besser weiß…

    Wir kamen am späten Nachmittag aus dem Krankenhaus mit unserem frisch geborenen Baby zu Hause an und die erste Frage, die wir uns stellten: Und was nun?

    Man wird ins kalte Wasser geworfen. Egal wieviele Kurse wir noch in meiner Schwangerschaft besucht haben, es ist alles so fremd, wenn man bzw. frau selbst drinsteckt.

    Nachwirkungen und Schmerzen von der Geburt

    Ich hatte während meines gesamten Wochenbetts noch einige Nachwirkungen und Schmerzen von der anstrengenden und langen Geburt, so dass ich nicht 100% meiner Aufmerksamkeit meinem Kind widmen konnte, sondern ich mich selbst auch noch pflegen musste.

    Was auch einiges an Pflege bedurfte, waren meine wunden und verkrusteten Brustwarzen. Stillen ist nicht immer schön. Wenn ich auf die Uhr geschaut hab und 3 Stunden schon wieder ins Land gezogen waren, bekam ich schon wieder Schiss.

    Das erste Ansaugen tat dermaßen weh, dass mir Tränen in die Augen schossen und ich tiiieeef durchatmen musste. Irgendwann wurde es besser, aber es braucht lange, bis sich meine Brustwarzen daran gewöhnt hatten.

    Anfangs konnte ich tagsüber noch schlafen, wenn der Kleine in seinem Gitterbett im Wohnzimmer geschlafen hat, aber nach ein paar Wochen ging das nicht mehr. Er ließ sich nicht mehr ablegen. Sobald ich auch nur dran dachte, hatte er die Augen sperrangelweit offen. Ganz nach dem Motto: Denk gar nicht erst dran!

    Also war ich die meiste Zeit ans Sofa gefesselt und hatte den Zwerg auf mir liegen. Wenn ich notgedrungen auf Toilette musste und ich ihn abgelegt hab, ging das Geschrei los, bis er wieder auf meiner Brust lag. Durch diese Methode war ich ruckzuck wieder bei meinem alten Gewicht, weil ich in dieser Zeit kaum gegessen, noch getrunken hab.

    Geschrei an der Tagesordnung

    In den ersten Wochen war Geschrei an der Tagesordnung. Sicher wegen Bauchschmerzen … . Die Hebamme sagte, er müsse die lange und anstrengende Geburt noch verarbeiten. Ja…ich auch… . Ehrlich gesagt, ich weiß bis heute nicht, wann er weswegen geschrien hat.

    Drückende Socken, zu enge Windel, ein kratzendes Schild vom Body im Nacken … . Ich weiß es nicht. Irgendwann haben wir nach einem langen „Casting“ DEN Schnuller gefunden, womit sich einige Schreianfälle deutlich verkürzen ließen.

    Zum Glück hatte er den Tag/Nacht Rhythmus ganz schnell drauf und er schlief nachts ganz gut. Und zwar in seinem eigenen Bett, in seinem eigenen Zimmer. Heute mit 3 Monaten schläft er bis zu 10 Std am Stück. Und ich weiß gar nicht wohin mit all dem Schlaf.

    Zu erledigender Papierkram und mehr

    Was im Wochenbett das Entspannen zusätzlich noch unmöglich macht, ist der ganze Papierkram, wie Elterngeld- und Kindergeldantrag usw. Selbst um die Anmeldung in der Kita in einem Jahr muss man sich jetzt schon kümmern!

    Zum Glück hatten wir alle Anträge soweit es ging schon vor der Entbindung ausgefüllt, so dass wir nur noch die Geburtsurkunde und die Steuer ID hinzufügen mussten. Trotzdem musste alles vollendet, geprüft und abgeschickt werden, was Nerven raubt!

    Auf Besucher vorbereiten

    Apropos Nervenraubend: Der ganze Besuch, der sich ankündigte, um das Baby zu bestaunen. Es war immer das gleiche Schema. Ich musste schauen, wie der Stillrhythmus passte, so dass der Kleine pünktlich zum Erscheinen des Besuchs abgefüllt war, damit er ruhig war und im Idealfall schlief. Ich wollte meine Brust nicht unbedingt vor jedem offenbaren.

    Nichtsdestotrotz habe ich den Satz: „Ich muss gleich auch schon wieder stillen.“ des Öfteren benutzt, um den Besuch dezent wieder vor die Tür zu setzen. Aber man ist natürlich stolz auf das, was man da erschaffen hat und möchte sein Baby aller Welt zeigen. Was Kuchen und Snacks anbetraf, haben wir unseren Besuch meist drum gebeten was mitzubringen. Das hat wunderbar funktioniert.

    Während des gesamten Wochenbetts nur zuhause rumzuhängen, war auch nichts für mich. Trotz der körperlichen Einschränkungen hab ich früh versucht rauszukommen. Ob spazieren gehen, Freunde treffen (mit und ohne Baby) oder ein bisschen shoppen. Wenn mir die Decke auf den Kopf fiel, hab ich den Zwerg eingepackt und bin losgefahren. Zumal Autofahren eine sichere Methode war, um ihn zum Schlafen zu kriegen.

    Viele Grüße Eure Tamika (Babytalk – Leserin)

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  • Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein unromantisches Paradebeispiel

    Wochenbett: Erfahrungsbericht einer Leserin – Ein unromantisches Paradebeispiel

    Wir freuen uns Euch den ersten Beitrag einer Babytalkleserin vorstellen zu können, die gerne ihre Erfahrungen mit dem Wochenbett mit Euch teilen wollte. Über unsere Facebookseite kommentierte sie unseren Wochenbettbeitrag, denn es ist nicht immer alles „Friede, Freude Eierkuchen“. Aber lest selbst.

    Und Vielen Dank an Christina für diesen Einblick!


    Das Wochenbett war für mich eine sehr intensive Erfahrung. Als ich vom Krankenhaus nach Hause kam sagte mir keiner, dass hier das Wort Chaos eine ganz neue Bedeutung erhalten würde.

    Wochencouch statt Wochenbett hätte es besser getroffen

    Die ersten 5 Wochen tat ich nichts außer auf der Couch zu liegen und 20 Stunden am Stück zu stillen. Diese Stillerei hat mich so entkräftet – ich war einfach nur fertig. Ich lag nicht auf der Couch, ich war die Couch!

    Ich war die Insel von der sich mein Zwerg nicht weglegen lies, während mein Lebensgefährte versuchte irgendwie unseren Haushalt zu meistern und gleichzeitig schon nervös war, was er mir jeden Tag kochen sollte.

    Wenn unser Schatz mal nicht auf mir schlief, ging das Geschrei los. Stundenlang dieses weinende Baby – niemand sagt dir, das Neugeborene so lang schreien können.

    Es wird nur immer erzählt, wie toll das Wochenbett doch sei – Tag und Nacht im Bett zu liegen und den Kleinen zu betrachten. Ich lag keinen einzigen Tag verliebt im Bett und genoss das Wochenbett.

    Für mich war es die Hölle auf Erden. Das Wochenbett war für mich ein Meer der Gefühle, ein ständiges auf und ab. Ich musste mich oft den Wellen hingeben, denn die schwappten auch so manches mal über.

    Gedankenkarussell

    Alle Gedanken schossen mir durch den Kopf: Ich vermisse die Zweisamkeit zu meinem Partner. Mein Baby ist das schönste Kind der Welt. Werden wir das alles schaffen?!

    Wie lange halt ich das weinende Baby noch aus, ohne selbst komplett in Tränen auszubrechen. Tu ich mir das nochmal an?! Ich hab so viel geweint wie noch nie in meinem Leben.

    Ich fühlte mich oft alleine und doch war ich gleichzeitig die glücklichste Mama auf Erden. Mein Partner war total überfordert. Das weinende Baby , die heulende Mama und der Haushalt, der Wocheneinkauf und das Planen der nervigen Besuche.

    Selbstvorwürfe

    Ja genau nervigen!!! Es ist absolut zum Kotzen jeden Tag jemanden auf der Matte stehen zu haben während die Wohnung eh schon ein totaler Müllberg ist.

    Es war so extrem chaotisch bei uns, dass ich mich geschämt habe, wenn jemand zu uns kommen wollte. Die Leute erwarten ja eine frische, glückliche Mama, die ihnen das dauerschlafende Baby reicht, während sie Kaffee kocht und den Gästen Kuchen anbietet.

    Wie dem auch sei, ich hatte das pure, authentische Wochenbett mit vielen Höhen und Tiefen. Ich konnte das pure Leben im Haus spüren und bin stolz diese Zeit überstanden zu haben.

    Liebe Grüße Eure Christina Watzinger (Babytalk – Fan)

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