Osteopathie beim Baby – Geburtsberichte einer Mutter

15. Oktober 2018 -



Osteopathie beim Baby: Im folgenden Beitrag berichtet eine Leserin von ihren komplikationsreichen Schwangerschaften und Geburten und wie ihren Kindern Osteopathie Behandlungen halfen.

Die Geburt meiner Tochter

Meine  Tochter wurde im Oktober 2013 bei 40+6 per Kaiserschntt geholt. Warum? Makrosomie und Verdacht auf einen Wasserkopf. Zudem hatte ich noch eine schwere Symphysenlockerung und eine Stauniere.

Die Geburt wurde montags eingeleitet, doch es haben sich keine wehen gebildet. So wurde der KS Termin für Donnerstagmorgen geplant.

Mittwochnachmittags fingen die Wehen dann aber an und man hat den KS auf Mittwoch vorverlegt bzw. der Arzt kam um 16:30 und meinte sofort in den OP .

Um 17:07 kam meine Tochter mit 4380g, 56 cm und 37,5 cm Kopfumfang auf die Welt. Ein Wasserkopf wurde nicht bestätigt.

Circa um die 6. Lebenswoche meiner Tochter wurde festgestellt, dass sie sich kaum bewegt und den Kopf nur auf der linken Seite abliegt. Meine Hebamme meinte dann, wir sollten Mal einen Osteopathen aufsuchen.

Haben wir dann auch sofort gemacht. Eine Sitzung und das Kind konnte sich bewegen und den Kopf endlich drehen. Seit dem war sie wie ausgewechselt fing an neugierig zu werden und zu reagieren, wenn wir sie angesprochen haben.

Die Geburt meines Sohnes

Mein Sohn wurde im Mai 2018 per eilige Sectio in der 34+2 Schwangerschaftswoche geholt. Geplant war dieser KS allerdering bei 38+1 wegen meinem Geburtstrauma im letzen Jahr (Zwillingstotgeburt in der 23+4. aufgrund eines Fetofetales Transfusionsyndrom.

(Abgekürzt FFTS, Synonym Zwillings-Syndrom; englisch twin-to-twin transfusion syndrome, ist eine vergleichsweise seltene, aber in ihren Auswirkungen in der Regel sehr schwerwiegende Durchblutungs- und Ernährungsstörung von eineiigen Zwillingen.

Sie tritt speziell bei Schwangerschaften mit eineiigen Zwillingen auf, die sich einen Mutterkuchen (Plazenta) teilen. Hinweis der Redaktion, Quelle). 

Dies war einer der Gründe, warum mein Sohn so früh geholt wurde.

Der Grund warum mein Sohn in der 34+2 geholt wurde, war eine angehende Plazentaablösung und ein Fetomaternales Transfusionsyndrom (FMT).

(Blutübertritt vom Fetus in den Kreislauf der Mutter; meist infolge Verletzung der Blutkapillaren der Mutterkuchenzotten (z.B. bei Placenta praevia, anlässlich geburtshilflicher operativer Eingriffe, bei vorzeitiger Plazentalösung; kann zu einer lebensgefährlichen Anämie des Kindes führen, aber auch zur Sensibilisierung der Mutter i.S. einer Rhesus-Inkompatibilität, Hinweis der Redaktion, Quelle.)

Mein Sohn wurde mit 3260g, 49cm und 34,5 cm Kopfumfang um 22:10 geboren.

12 Tage auf der Intensivstation

Er lag anschließend 12 Tage wegen Blutarmut (HB von 5), eingefallener Lunge und Bildung eines Stresshormones (welches zu Organversagen führen kann) auf der Intensivstation.

Er wurde 48 Stunden mit Morphin „stillgelegt“ und wir mussten bangen, dass er es überlebt und nicht zu seinen Brüdern geht. Gott sei Dank hat er sich super gemacht und ist jetzt 10 Wochen alt.

Wir haben relativ schnell fest gestellt, dass er auch nur zu einer Seite guckt, diesmal nach links, dadurch hatte sich auch schon sein Kopf verformt. Er konnte die Arme nicht an den Körper anlegen und hatte die Beinchen immer am Körper angezogen. Sie waren auch alle sehr steif, was man beim Umziehen immer wieder merkte.

Er überstreckt sich enorm. Teilweise fand er nicht mehr in den geraden Zustand zurück, so dass ich ihn beruhigen und helfen musste. Er war nachts sehr unruhig, weinte sobald man ihn ablegte und war ruhig, sobald ich ihn auf dem Arm hatte.

Er spuckte sehr viel, ist aber kein Speikind. Dafür kam alles sehr viel später nach dem Trinken wieder hoch und lief einfach nur raus.

Besuch beim Osteopathen

In der 8. Lebenswoche waren wir auf Anraten von seinem Kinderarzt bei einem Osteopathen. Mein Sohn hatte diverse Dornfortsätze ausgerenkt, durch das schnelle rausheben beim Kaiserschnitt.

Zudem hatte er ein verdicktes Zwerchfell, was auf seinen Magen drückte und Sodbrennen auslöste. Daher kam sein Schreien im Liegen.

Einer seine Dornfortsätze war direkt in der Mitte der Wirbelsäule verschoben, wodurch er seine Ärmchen und Beinchen nicht frei bewegen konnte.

Dieser klappte ihn quasi einmal in der Mitte zusammen. Beim Einrenken stöhnte er auf und seine Arme und Beine fielen an den Seiten „runter“.

Verbessert durch den Besuch hat sich auch sein Verhalten. Er schläft auch Mal im Laufstall, trinkt besser, stößt auf ohne zu spucken und ohne es später Retour zu geben.

Er hat nun auch regelmäßig Stuhlgang, bewegt seine Arme und Beine, und Überstreckt sich nicht mehr so arg.Ende September haben wir noch einen Termin.

Meine Empfehlung an KS Mütter

Ich kann jeder KS Mutti dazu raten selber mindestens einmal einen Osteopathen aufzusuchen.

Ich war während den Schwangerschaften sowie danach jeweils einmal da. Und mindestens einmal habe ich ihm die Kinder vorgestellt.

Mein Sohn hat so schrecklich geschrien, dass mir ganz mulmig war. Was ja eigentlich auch klar war. Er hatte Schmerzen, seit dem Termin nur noch „Gemecker“ bei Hunger oder wenn ein Pups quer saß.

Ich bereue beide Kaiserschnitte absolut nicht. Erstens, weil mir der erste ein gesundes Kind und zweitens der nachfolgende ein lebendes Kind geschenkt hat.

Glücklicherweise stelle ich mir auch nie vor, wie man mir die Kinder aus dem Körper zerrte oder ich irgendwas verpasst habe.

Die Geburt ist bzw. war für mich nur das „minimalste“ Erlebnis, mit meinen Kindern. Für mich zählt es sie aufwachsen zu sehen, nicht wie sie zur Welt kamen.

Ich würde alle Geburten wieder so machen, auch die Zwillinge auf natürlichem Weg.

Ganz liebe Grüße Susi Kersch mit L? und E?an der Hand  und T? und B? im Herzen

Beitragsfoto: Dmitry Naumov / shutterstock

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