Kategorie: Schwangerschaft

  • Buchempfehlung: Dr. Shri Balaji També Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys

    Buchempfehlung: Dr. Shri Balaji També Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys

    Du bist schwanger und suchst einen schönen und gleichzeitig umfangreichen Ratgeber rund um die Kugelzeit und das Wochenbett? Dann können wir dir dieses Buch, welches wir rezensieren dürfen, sehr ans Herz legen:

    „Glückliche Schwangerschaft – glückliche Babys“ von Dr. Shri Balaji També ist ein ayurvedisch geleitetes Buch für die Seele der werdenden und frisch gebackenen Mama.

    Es ist nicht nur ein Begleiter durch diese spannende Zeit sondern wirklich ein umfassendes Komplettpaket, denn es sind viele Yogaübungen, ayurvedische Rezepte und tolle Alltagshelfer enthalten, die wirklich zauberhaft sind. Auch Rituale und Tipps für die Kinderwunsch-Zeit sind enthalten.

    Glückliche Schwangerschaft - glückliche Babys

    Dieses komplexe Wissen haben der renommierte Ayurveda-Experte Shri Balaji També und die Gynäkologin Yasmin Khushbu Varandani-Gogia zu diesem wunderschönen Buch zusammen gefasst. Somit bekommt man das Wissen von Experten hier als Ratgeber nach Hause und kann die Schwangerschaft und Babyzeit vollkommen ganzheitlich angehen.

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    Liebe Grüße

    Eure Babytalk-Redaktion

  • Der verlorene bzw. alleingeborene Zwilling

    Der verlorene bzw. alleingeborene Zwilling

    Eines der schlimmsten Ereignisse, die einem Menschen passieren können, ist es, wenn sein Zwilling vor, bei oder nach der Geburt stirbt. Der berühmteste Betroffene ist Elvis Presley. Sein Zwillingsbruder starb bei der Geburt. Diese Erfahrung hat sein Leben nachhaltig geprägt. Der Superstar hat seine Villa zweifach, für seinen Bruder mit, eingerichtet.

    Wie Elvis tragen alle extrem schwer, wenn ein Zwilling stirbt. Der Andere fehlt so sehr, so unerträglich, dass nichts im Leben so recht Freude machen kann. Ein Teil des überlebenden Zwillings möchte so schnell wie möglich sterben, um wieder ganz nah beim Anderen zu sein, wieder ganz Eins zu sein oder weil er sich so schuldig fühlt. Wieder Eins zu sein, da man sich nur halb fühlt, das ist nicht nur eine Metapher, sondern alltägliche Realität. Wozu sich in der Schule oder bei der Arbeit noch anstrengen, wenn man eigentlich sterben will?

    Der Start ins Leben ist prägend

    Unsere Geburt beeinflusst unsere Überzeugungen von dieser Welt und prägt so unsere Sicht auf das weiteres Leben. Die Amerikanerin Elizabeth Noble, eine führende Expertin auf dem Gebiet der vorgeburtlichen Psychologie stellt in ihrem Buch „Having Twins“ die These vor, dass zu Beginn einer Schwangerschaft der Anteil von Zwillings- oder Mehrfachbefruchtungen zwischen 30 und 80 Prozent liegt. Wovon allerdings nur ca. 3 bis 5 Prozent nicht allein geboren werden. Selbst wenn das Phänomen des alleingeborenen Zwillings nur 20 Prozent aller Schwangerschaften betreffen würde, so wäre vermutlich jeder fünfte Mensch zu Beginn seiner Entwicklung nicht allein im Mutterleib gewesen.

    Geboren werden jedoch höchstens etwa drei bis fünf Prozent Zwillinge oder Mehrlinge. Selbst wenn das Phänomen des verlorenen Zwillings nur 20 Prozent der Schwangerschaften betreffen würde, wäre bereits jeder Fünfte von uns nicht allein im Mutterleib gewesen.

    Die Betroffenen leiden unter Sehnsucht, Einsamkeit und unerklärlichen Schuldgefühlen.

    Ich habe vor allem durch die Heilung des Verlustes meiner verlorenen Zwillingsschwester und nicht zuletzt in meiner Arbeit mit meinen Klienten erfahren, wie viel unverstandenes Leid und wie viele Beziehungsdramen aus einem verlorenen Zwilling entstehen.

    Es gibt viele Suchende, die mehrfach als Weltreisende die Erde umrundet haben, Therapiesuchende, die bereits ohne größeren Erfolg mehrere Therapien gemacht haben und Haustierbesitzer, die den Tod ihres geliebten Tieres über viele Jahre nicht verkraften.

    Dieses sind nur einige Beispiele. Im Nachhinein betrachtet, mit dem Verständnis des im Mutterleib verlorengegangenen Zwillings, können sie die Suche besser verstehen. Sie suchen verzweifelt und meist unbewusst nach dem oder der Anderen.

    Häufig bewirkt die Entdeckung des Verlorenen Zwillings bei Klienten: Erwachsene, Jugendliche und Kinder tiefgreifende Auswirkungen auf das Lebens- und Liebesglück.

    Die Symptome eines verlorenen Zwilllings

    Es können bei allein geborenen Zwillingen sowohl körperliche als auch psychische Symptome beobachtet werden. Diese Symptome können natürlich auch völlig andere Ursachen haben und sollten gegebenenfalls von einem Arzt untersucht werden.

    Körperliche Auswirkungen

    Hörschwierigkeiten

    • Durch den Schock des Anhalten des Herzschlages des anderen kommt es vermutlich zu einem Schock.

    Verwachsungen an der Wirbelsäule (Skoliose)

    • Kann dadurch entstanden sein, dass der Fötus sich immer von dem toten Anderen wegdrehen wollte.

    Psychosomatische Auswirkungen

    unerklärliche Schwindelanfälle

    • die nach dem Aufdecken des verlorenen Zwillings aufhörten.

    Enge in der Brust / Herzschmerz / Atemschwierigkeiten

    • haben oft keine organischen Ursachen und enden häufig mit dem Wiederentdecken des verlorenen Zwillings.

    Panikattacke, Zitterkrämpfe, Herzrasen und Todesangst

    • besonders Überlebende von Abtreibungen berichten von diesen Symptomen.

    Psychische Auswirkungen des frühen Verlustes

    Schuldgefühle, weil

    • man mehr Glück hatte als der Andere
    • man dem Anderen Platz weggenommen hat und er deswegen gestorben ist
    • der Überlebende dem Anderen nicht helfen konnte und am Leben halten konnte.

    Sie wollen anderen helfen, sie retten und das bis an bzw. über ihre Schmerzgrenze, soweit, dass sie sich in der Beziehung verlieren. Sie können es nicht ertragen, dass sie ihren Zwilling nicht retten konnten und haben häufig ein extrem großes Kontrollbedürfnis, um diesmal ein weiteres „Drama“ zu verhindern. Aus diesem Grund bleiben und leiden sie für viele Außenstehende unerträglich lange in unglücklichen Beziehungen.

    Einsamkeit

    • alle, die Eltern, Geschwister, Partner, Freunde scheinen irgendwie nicht die Richtigen zu sein
    • niemand kann wirklich den fehlenden Zwilling ersetzen, seine innige Liebe, seinen Hautkontakt und innige Nähe
    • es bleibt ein leeres Loch in der Seele zurück, der wichtigste Mensch fehlt
    • niemand versteht das, am wenigsten der allein geborene Zwilling selbst.

    An Freunden „kleben“

    • die häufig den verlorenen Zwilling ersetzen sollen, diese wenden sich daraufhin häufig ab, wenn es ihnen zu eng wird.

    Kraftlosigkeit

    • da der Andere so fehlt und man/frau sich so einsam fühlt
    • sie sich dem Tod näher fühlen als dem Leben
    • Glaube, den Anderen mit ihrer Kraft und Leibesfülle getötet zu haben.

    Verfolgungsgefühle, Angst vor Berührungen und Panik im Fahrstuhl

    • für einige allein geborene Zwillinge ist Körperkontakt ein Gräuel, aus dem Grund, den toten Zwilling im Mutterleib, nicht zu berühren.

    Eifersucht

    • Angst den Partner, wie den Zwilling, zu verlieren.

    „Hunger“ nach Nähe und Berührung

    • einen scheinbar unstillbaren Hunger nach Berührung
    • um den Mangel an Berührung auszugleichen, üben sie Berufe wie Masseur, Friseur, Krankenschwester, Krankengymnast aus
    • sie raufen sich als Kinder, um möglichst viel angefasst zu werden.

    Neigung zu schweren Fehlschlägen und Misserfolgen im Beruf

    • „Was ich auch anfasse, geht schief“ – Schuldgefühle und vom Pech verfolgt fühlen. „Allein schaffe ich es nicht.“

    Schwierigkeiten, Kinder zu bekommen

    • Die Zahl der Kinderlosen liegt bei Halbzwillingen weit über dem Durchschnitt, es kommt bei weiblichen allein geborenen Zwillingen häufig zu Fehlgeburten, sie können ihre Kinder nicht bei sich behalten.

    Die Sehnsucht in den Tod zu dem verlorenen Zwilling

    • Äußerlich „passieren“ ihnen beispielsweise wiederholt schwere Unfälle
    • betreiben Extremsportarten und/oder sind extrem risikobereit
    • sie bekommen Krankheiten, bei denen sie nur mit Glück überleben.

    Hatte ich einen Zwilling?

    Viele Fragen sich bzw. mich, woran sie erkennen können, dass sie einen Zwilling hatten. Das erste, was auffällt, ist die Beschreibung der Symptome der Klienten. Darin liegen oft schon Hinweise, zu einem verlorengegangenen Zwilling. Hier einige Bespiele:

    „Ich fühle mich nur halb, es ist als hätte ich nur die halbe Kraft im Leben zur Verfügung“. „Sehr oft habe ich das Gefühl, als fehlt mir etwas, um glücklich zu sein. Einsamkeit ist mein Lebensthema. Schon als Kind habe ich mich oft so unerträglich einsam gefühlt, so allein. Das geht auch nicht wirklich weg, wenn ich mit Freunden zusammen bin“.

    „Mir steht es nicht zu, viel Geld zu verdienen und dabei in meinem Beruf Freude zu haben“. „Ich habe ständig Schuldgefühle, dass ich jemanden etwas wegnehme, dass ich schuldig bin, wenn es jemanden schlecht geht“. „Ich habe so eine Angst, verlassen zu werden. Bei nur dem geringsten Anzeichen, dass mein Partner mich verlässt oder sich eine/n andere/n sucht, werde ich fasst verrückt“.

    „Ich habe manchmal panische Angstzustände, die ich mir nicht erklären kann und fühle mich von anderen Menschen bedroht. Besonders schlimm ist dieses im Fahrstuhl“. „Ich lasse keinen Partner wirklich an mich ran. Sobald es zu dicht wird, trenne ich mich“.

    Hinter all diesen Sätzen können auch andere Ursachen liegen. Wenn der Verdacht entsteht, dass jemand einen verlorengegangenen Zwilling hat, ist es wichtig, dieses zu überprüfen und nicht vorschnell zu deuten. Das hilft niemandem. Was können Sie als Nicht-Fachmann tun? Folgen Sie Ihrem Herzen, Ihrem Mut und Ihrer Intuition.

    Merkt es die Mutter, wenn ein Zwilling stirbt?

    Gewöhnlich merkt die Mutter nichts. Selten gibt es kleinere oder größere Zwischenblutungen. Selbst wenn in einer sehr weit fortgeschrittenen Schwangerschaft einer stirbt, merkt die Mutter meistens nichts außer über Träume oder ihre Intuition.

    Üblich ist bis heute, den Frauen erst im dritten Schwangerschaftsmonat die gesehene Mehrlingsschwangerschaft mitzuteilen, weil der zweite oder auch dritte Embryo vorher häufig verschwindet. Viele Ärzte wollen Schwangeren eventuelle Enttäuschungen ersparen. Doch häufig ahnt auch der Mediziner nichts und so steht nur sehr selten „V.a. Gemini“ (Verdacht auf eine Zwillingsschwangerschaft) im Mutterpass.

    Bei Ultraschalluntersuchungen wird nichts von einem Abgang bemerkt, wenn der Verlust bereits vor dem ersten Ultraschall geschehen ist. Schon innerhalb weniger Wochen ist es nicht mehr möglich, den abgestorbenen Embryo im Mutterleib nachzuweisen.

    Wenn der eine Zwilling stirbt, woran merkt der Andere das?

    Zunächst werden der Herzschlag und die Bewegungen schwächer, dann hören sie ganz auf. Fünf Wochen nach der Einnistung, wenn der Embryo eine gewisse Größe erreicht hat, spürt er die Gegenwart des anderen sehr genau.

    Das Ohr ist das erste, was ein werdender Mensch ausbildet. Der Zwilling hört als erstes seinen eigenen Blutkreislauf und den des anderen, noch bevor das Herz anfängt zu schlagen. Die Geräusche seines Geschwisters sind ihm näher als die Darmgeräusche und der Herzschlag der Mutter.

    In den Fünfziger Jahren ging man noch davon aus, dass Embryos und gar Neugeborene nichts fühlen oder großartig wahrnehmen könnten, dass ging soweit, dass man Operationen an Neugeborenen teilweise ohne Betäubung vornahm. Sie galten als unbeschriebenes Blatt.

    Der amerikanische Forscher David Chamberlain beobachtete 1998 in Ultraschalluntersuchungen, dass bereits zwei Monate alte Embryos bewusst wahrnehmen und reagieren können.

    Schwierigkeiten im Leben des alleingeborenen Zwillings

    Für jeden Menschen, der im Mutterleib Geschwister verloren hat, sind die Auswirkungen im Leben unterschiedlich. Jeder hat eigene Wege gefunden, mit der Katastrophe umzugehen. Einigen, die einen verlorenen Zwilling im Mutterleib verloren haben, gelingt es, diese Erfahrungen im Leben sehr gut auszugleichen.

    Doch manchmal reichen kleine Ereignisse in ihrem Leben, um die Erfahrungen um den verlorenen Zwilling wieder wachzurufen. Verschiedene Lebenssituationen fordern den überlebenden Zwilling auf, ihn wiederzuentdecken. Es ist, als würde er rufen: „Hallo, hier bin ich – jetzt erinnere Dich endlich an mich!“

    Alleingeborene Zwillinge lieben anders

    Für viele allein geborene Zwillinge könnte das Verschmelzen der ersten Verliebtheit ewig weitergehen. Wenn der Partner ein Einling ist, ist er nach der anfänglichen Verliebtheit irritiert. Eine Zwillingsnähe kennt, sucht und kann dieser auch nicht geben. Sehr schnell sucht der überlebende Zwilling, durch viel Nähe beim Partner, seinen verlorenen Zwilling.

    Die körperliche Nähe zu seinem Partner hat für ihn höchste Priorität. Seinem Partner wird (nach dem Verliebtsein) das Nähebedürfnis zu viel. Schnell fühlt er sich kritisiert und bedrängt. Der Einling versteht den allein geborenen Zwilling nicht. Er hat das Gefühl Alles zu geben und seinen Partner auch von Herzen zu lieben (so wie es seinem „Liebesprogramm“, seinem innersten Bedürfnis, entspricht).

    Konflikte sind vorprogrammiert. Der Einling zieht sich zurück, was seinem Partner an das Drama im Mutterleib erinnert. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Er bekommt große Angst, versucht alles um seinen Partner zu halten und stößt ihn dadurch nur immer weiter weg. So sehr sich die allein geborenen Zwillinge auch bemühen ihren Partner immer mehr loszulassen und Freiraum zu geben, sie schaffen es nie lange.

    Eine mögliche Lösung besteht im inneren Kontakt zu seinem gestorbenen Zwilling. Dann braucht ihm sein Partner die fehlende Zwillingsnähe nicht zu geben.

    Jeder kann nur sein eigenes Beziehungsprogramm leben

    Den größten Fehler, den allein geborene Zwillinge machen können, ist, sich einen Partner zu suchen, der es eher unverbindlicher und viel Freiraum braucht. Ansonsten ist viel Leid vorprogrammiert.
    Viele allein geborene Zwillinge und auch lebende Zwillinge brauchen, um ihr großes Herz öffnen zu können, einen verlässlichen Partner, für den ihre verschmelzenden Nähewünsche keine Bedrohung sind.

    Wenn überlebende Zwillinge ihr Herz öffnen, werden ihre Grundbedürfnisse offensichtlich. Ihre Beziehungen werden tief und intensiv. Eine andere Art von Beziehungen ist für sie nicht möglich. Diese Tiefe und Intensität, mit der sich überlebende Zwillinge auf einen Partner einlassen, ja einlassen müssen, lässt sich auch mit der besten Therapie nicht wegtherapieren.

    Jemand der es gerne nah und intensiv hat, kann sich nichts Schlimmeres antun, als seine tiefe Sehnsucht nach inniger Nähe, die auch am Anfang seines Lebens da war, abzuschneiden.

    Seinen verlorenen Zwilling wiederentdecken

    Wenn sie das Gefühl haben dieses Trauma zu haben, suchen Sie sich am besten professionelle Begleitung und Unterstützung. Ihr Zwilling wird sich jedoch erst zeigen, wenn Sie so weit sind, sich diesem Trauma zu stellen. Bei mir hat es sich z.B. erst nach 5 Jahren Ausbildung und Theraphie gezeigt. Bei einer Klientin von mir bereits kurz vor ihrem 16. Geburtstag und nach dem Wiederfinden des Zwillings ihrer Mutter.

    Aus diesem Grund kann es sich z.B. auch bei Familienaufstellungen lange Zeit nicht zeigen.

    Um die Situation für sich behutsam zu klären, sollte dies idealerweise

    • in einem geschützten Rahmen geschehen,
    • der von einer versierten Person geschaffen wird,
    • welche dieses Thema für sich selbst geklärt und verarbeitet hat
    • und von anderen Themen unterscheiden kann.

    Die Erfahrung zeigt, dass der überlebende Zwilling für seine Heilung Kontakt zu dem Anderen, der gegangen ist, aufnehmen muss, z.B. als inneres Bild im Herzen.

    Beim Wiederentdecken des verlorenen Zwillings zeigt sich immer wieder, dass der Gegangene sich wünscht, dass es dem anderen gut geht und er ein gutes Leben und einen lieben Partner hat.

    Behandlungs-Methoden

    Nachfolgend einige Methoden, wie man Klienten dahin begleiten kann, zu spüren, ob sie einen verlorenen Zwilling haben.

    • Innere Bilderreise, manche bevorzugen den Ausdruck Visualisierungen, Trancereisen oder Fantasiereisen
    • Das Erleben in der Gebärmutter szenisch nachstellen mit Hilfe des Verbundenen Atems, der den Zugang zum Unterbewussten schafft.
    • Familienaufstellungen
    • kinesiologischer Muskeltest
    • Warmwasser-Tiefenentspannung

    Es hilft nach meiner Erfahrung nicht, allein theoretisch zu wissen, dass man einen Zwilling gehabt hat, sondern man muss diese Verbindung zum Anderen und die sich daraus ergebenden Folgen für das eigene Leben spüren. Nur in Verbindung mit dem Fühlen, hat die Wiederentdeckung des verlorenen Zwillings therapeutisch heilende Kraft.

    Wenn es einen verlorenen Zwilling gegeben hat und die Zeit, ihn wiederzuentdecken, noch nicht reif ist, meldet sich das Thema zu gegebener Zeit wieder. Prägende Kindheitserlebnisse und eine Einbindung in schwere Familienschicksale müssen manchmal erst angeschaut und geachtet werden. Die meterdicken Schutzmauern haben lange die Funktion gehabt, dem alleingeborenen Zwilling beim Überleben zu helfen.

    Ohne sie wäre er durchgedreht vor Schmerz und Einsamkeit. Wenn es an der Zeit ist, aus dem Bunker herauszukommen, wartet ein anderes, frischeres und erfüllteres Leben auf den überlebenden Zwilling. Er kann zudem zu einer großen Inspirationsquelle werden und ein großes Potential freisetzen.

    Dieser Artikel ist zum Großteil eine Zusammenfassung des Buches „Das Drama im Mutterleib“, von Alfred R. und Bettina Austermann, mit Ergänzungen aus „Der Verlorene Zwilling“, von Evelyne Steinemann und meinen eigenen Erfahrungen als Betroffener und Therapeut.

    Euer Deva (Familientherapeut / Traumatherapeut)

    Beitragsfoto: katrinaelena / Getty Images Pro
  • Die Basis der Persönlichkeit wird in Schwangerschaft gelegt

    Die Basis der Persönlichkeit wird in Schwangerschaft gelegt

    Basis der Persönlichkeit: Nach Erkenntnissen des bekannten Neurobiologen Gerald Hüther haben bereits die Vorstellungen und Erwartungen der Eltern von ihrem zukünftigen Kind Einfluss auf die Persönlichkeit des Kindes.

    Die werdende Mutter und ihr Embryo bilden während der Schwangerschaft eine sprichwörtliche Symbiose. Denn auch wenn die Blutkreisläufe voneinander getrennt sind, bleiben Mutter und Kind über die Plazenta verbunden.

    Die vertraute Stimme der Mutter hat eine sehr beruhigende Wirkung auf das Kind. Dies schenkt dem Kind in der Schwangerschaft, so wie auch während und nach der Geburt, ein Gefühl der Verbunden- und Geborgenheit. Dies kann durch die Nahrung, Musik und andere schöne Gewohnheiten noch verstärkt werden.

    Das Baby übernimmt viele Überzeugungen über sich und die Welt, über die Emotionen der Mutter und die damit verbundenen Gedanken in Bezug auf ihre Vorlieben bzw. Abneigungen.

    Befindet sich die werdende Mutter in einer starken Stresssituation, kann man im Ultraschall beobachten, wie das Embryo eine Schutzhaltung einnimmt und erstarrt.

    Die Erlebnisse und die damit verbundenen Gefühle der werdenden Mutter prägen das Gehirndes Embryos und somit die Basis seiner Persönlichkeit.

    Die ersten 3 Jahre und deren Einfluss auf die Persönlichkeit

    Die wesentlichsten Prägungen von Kindern finden in den ersten drei Lebensjahren statt. Diese bleiben bis ins hohe Alter, in der Regel unbewusst, bestehen und prägen unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. In den ersten Äußerungen und Gesprächen mit eurem Kind ist es hilfreich, wenn ihr euch immer wieder aufmerksam selber zuhört. Vermutlich werdet ihr dann immer wieder mit erschrecken feststellen, was ihr da von euch gegeben habt. Von dem ihr zuvor nicht mal wusstet, dass ihr diese Worte schon mal selber „zu hören bekommen habt oder das sie überhaupt in eurem Kopf verborgen waren.

    Kinder können Kritik an ihrem Verhalten nicht von ihrer Person trennen!

    Das bedeutet, dass sie mit jeder „lauten“, kritischen Äußerung und auch Verneinung sich mit ihrem Verhalten als nicht ok und somit als nicht liebevoll“ von euch bewertet“ fühlen. Auch wenn solche vereinzelte Bewertungen bei gleichzeitig vielen liebevollen Äußerungen keine dauerhafte Prägung verursachen, verstärken sie diese nicht liebevollen Überzeugungen über sich.

    In Stresssituationen, wenn jemand bzw. euer Kind eines eurer “Knöpfe” drückt, könnt ihr euch eurer unbewussten Gedanken gewahr werden. Denn in diesen Situationen werden häufig unbewusst übernommene Verhaltensmuster von euch abgespult.

    Der Einfluss unserer Gene wird in Hinsicht deren Prägung unserer Persönlichkeit häufig überbewertet.

    Euer Deva (Persönlichkeitsentwickler und Familientherapeut)

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    Beitragsfoto: janulla / Getty Images Pro
  • Doula aus Berufung

    Doula aus Berufung

    Ich freue mich sehr auf Einladung von Mira und Deva Euch von meiner Arbeit als Doula berichten zu dürfen.

    Doula zu sein erschien mir als etwas Wunderbares und doch sehr weit entferntes. Ich hatte gerade mein viertes Kind geboren, als ich das erste Mal von dieser Möglichkeit der Unterstützung von Gebärenden hörte. Ich fand diese Form der Begleitung sofort außerordentlich wertschätzend und sinnhaft.

    Mit dem Erkennen, dass mit dem Doula sein eine rund um die Uhr Rufbereitschaft verbunden ist, parkte ich den Gedanken mit der Option auf „später gerne“. Nicht zuletzt, da das aktuell letzte meiner vier geborenen Kinder zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein Jahr alt war.

    Wie so oft im Leben entwickeln sich die Wege unverhofft und doch vollendet anders.

    Hospitationen bei einer Doula

    Für eines meiner Zertifikate musste ich eine Hospitation zu Geburten vorlegen. Ein kleines Klinikum in einem Landkreis bei Stuttgart nahm mich an und so durfte ich zu Pfingsten diese Hospitation antreten.  Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und durfte bei allen Arbeiten dabei sein, die von Hebammen ausgeführt wurden. Ich profitierte auch von den geburtenfreien Tagen, da ich mit vielen Hebammen wie Assistenzärztinnen Gespräche führen konnte, aus denen ich sehr viel Erfahrung mitnahm.

    Am vierten Tag meiner Hospitation nahmen wir eine Frau mit Verdacht auf akutem HELLP Syndrom auf. Als der Befund schließlich vorlag, fiel die Entscheidung für einen Notkaiserschnitt umgehend. Die Frau fragte mich, ob ich bei ihr bleiben kann, was ich natürlich von Herzen gerne machte. Ich streichelte ihre Hand und ließ sie nicht allein.

    Es gab einen kurzen Moment der Unsicherheit, ob ich das schaffe und im nächsten Moment stand ich aber auch schon im OP und streichelte weiter den Arm der Mutter. Ich erklärte ihre diverse Vorgänge und konnte sehen, wie ihr Blutdruck sich im Zaum hielt. Während ich ihr über ihren Kopf streichelte und ihr versicherte sie nicht allein zu lassen.

    Wie bei einem Kaiserschnitt üblich ging es sehr schnell und schon lag das kleine Mädchen auf der Mama. Die Hebamme half es zu halten und so konnten Mama und Baby sich beschnuppern. Und ich ihr zu ihrem wunderbaren kleinen Kind gratulieren.

    In der Zwischenzeit erreichte auch endlich der Vater die Klinik und die Familie war endlich vereint.

    Diverse Anpassungsschwierigkeiten und Danksagungen

    Nach der Versorgung der Bauchwunde und Verlegung ins Kreiszimmer hielt ich mich im Hintergrund und ließ der Familie ihren Raum. Durch diverse Anpassungsschwierigkeiten wurde das Baby spezieller untersucht. Es wurde die Entscheidung getroffen, dass das Kindlein in eine andere Klinik mit Kinderstation verlegt werden sollte.

    Der Vater stand versteinert neben dem Bett der Mutter. Die Mutter regte sich mit jedem Wort mehr auf, was man ihrem Blutdruck erkennen konnte. So gab ich dem Vater, der von den Ereignissen völlig überrumpelt und paralysiert war einen kleinen Hinweis, dass er ruhig die Hand seiner Frau halten darf. Er war sehr erleichtert und griff sofort zu. Der Blutdruck senkte sich und ein erleichtertes Ausatmen war zu hören.

    Immer wieder, wenn ich mit der Mutter später über die Geburt sprach, bedankte sie sich für drei Dinge:

    • Danke, dass Du die ganze Zeit so ruhig und positiv an meiner Seite warst
    • Danke, dass Du mir zu meinem Kleinen Mädchen gratuliert und Dich mit mir gefreut hast und
    • das Du meinem Mann den kleinen Schubs gegeben hast meine Hand zu halten

    Ich erinnere mich noch gut an den Adrenalinspiegel, mit dem ich um ein Uhr nachts heimfuhr und noch lange nicht einschlafen konnte. Aufgewühlt und zugleich beseelt von diesem Erlebnis.

    Als Doula – Ruhe in den Geburtsprozess bringen

    Am nächsten Morgen kam ein Anruf, dass zwei wehende Frauen in der Klinik angekommen sind. Nach Ankunft durfte ich eine junge Frau und ihren Partner begleiten, die zum ersten Mal Eltern wurden. Die Mutter war guter Dinge hatte einen sehr guten Fokus auf ihre Pausen. Die Geburt schritt flott voran und es ging allen Beteiligten gut. Intuitiv wusste ich auch in dieser Situation, welchen Handgriff die Mutter brauchte. Die sie mit fortschreitendem Verlauf auch zunehmend einforderte.

    Durch eine unklare CTG Interpretation stand plötzlich das Thema Kaiserschnitt im Raum. Die Mutter war der Überzeugung, dass es dem Baby gut geht und hatte eine sehr positive Einstellung zum Verlauf. Der Vater fühlte sich sehr überrumpelt von den Informationen. Beide waren daraufhin vehement aus ihrer klaren und positiven Geburtsarbeit gerissen.

    Alternativen zum Kaiserschnitt erfragen

    Intuitiv kam es mir über die Lippen die Eltern anzuregen nach Alternativen zum Kaiserschnitt zu fragen.

    Die Eltern besprachen sich mit der Assistenzärztin und diese schlug eine Untersuchung zur Messung des ph-Wertes vor. Dies wurde von den Eltern dankbar angenommen.

    Die nun eingenommene Rückenlage und damit verbundenen extremen Schmerzen für die Mutter zeigten sich durch Übertragung der Aufregung auf das Baby, das nun stärkere Ausschläge produzierte. Der Vater stoppte nach dem dritten Versuch das Prozedere (*), weil seine Frau sehr litt. Da das CTG ja nun „besser“ aussah, verwarf man den OP Gedanken und die Frau gebar flotte 90 Minuten später einen gesunden Jungen.

    Diese Mutter bedankte sich nach der Geburt ebenfalls bei mir:

    • „Du hast so viel Ruhe reingebracht und mir wahnsinnig viel Kraft gegeben. Vor allem als das Thema Kaiserschnitt im Raum stand und
    • dass Du meinen Mann an die Hand genommen hast – das war eine enorme Hilfe.“

    Eine Stunde nachdem der kleine Junge geboren war, wurde ich in das Nachbarzimmer gerufen und durfte meine dritte Geburt innerhalb von 18 Stunden erleben.

    Berufung zur Doula

    Nach diesen drei Geburten sprach mich die Hebamme an, ob ich mir nicht vorstellen könnte als Doula zu arbeiten. Sie erklärte mir, dass ohne meine Begleitung vermutlich beide Geburten im Kaiserschnitt geendet hätten.

    Im ersten Moment war ich von dieser Frage überrumpelt. Dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch, dass eine Doula eine Ausbildung und verliehene Befähigung braucht.

    Mit dem Reflektieren über diese und in Folge noch weitere Geburten wurde mir jedoch klar, dass Doula sein eine Berufung ist. Sie verlangt Fähigkeiten, die man nicht trainieren kann oder muss. Diese Fähigkeiten sind Empathie, Ruhe, Geduld, Vertrauen in die Kraft und Fähigkeit einer Gebärenden, Intuition und Liebe.

    In diesen Tagen meiner Hospitation spürte ich, mit all dem was ich bin und vertrete, am richtigen Ort und angekommen zu sein. Seit diesem Tag begleite ich Frauen in der Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Elternzeit als Doula.

    Wie es für mich als Doula weiterging, welche Lektionen ich lernen musste, wie ich an meine Grenzen stieß, was das Doula sein im Alltag bedeutet, warum ich selbst eine Erweiterungsfortbildung ins Leben gerufen habe und welche unglaublichen Geburten ich erleben durfte, darf ich ab nun für Euch in regelmäßigen Abständen hier beschreiben.

    Ich freue mich Euch meine Arbeit näher zu bringen und verabschiede mich bis zum nächsten Mal,

    Eure Doula Sylvia

    Erklärung

    (*) mbu – Mikroblutuntersuchung. Dazu wird eine ein Blutstropfen aus der Kopfschwarte des Kindes durch Anritzen entnommen, um den pH-Wert im Blut zu messen. Das Blut darf nicht durch Fruchtwasser „verunreinigt“ sein, da das Messgerät den Wert dann nicht korrekt bestimmen kann. Ab einem p-Wert von unter 7.10 muss die Geburt, zum Schutz des Kindes, umgehend zügig beendet werden.

    Beitragsfoto: Kzenon / shutterstock
  • Hebamme meets Doc – bzw. wie eine Zusammenarbeit nicht aussehen sollte

    Hebamme meets Doc – bzw. wie eine Zusammenarbeit nicht aussehen sollte

    Bericht unserer Hebamme Anja zum Internationalen Hebammentag

    Ich, Anja, bin eine Befürworterin der Zusammenarbeit auf Augenhöhe von ärztlichen Geburtshelfern und Hebammen. In den letzten Tagen musste ich mich aber des öfteren, über das despektierliche Verhalten einiger Vertreter der ärztlichen Geburtshelfer in Bezug auf unseren Berufstand der Hebamme, aufregen.

    Nachfolgend findet ihr ein leider nicht allzu seltenes Beispiel, wie diese „Zusammenarbeit“ aus ärztlicher Sicht aussieht.

    Hier ein Praxisbeispiel

    Eine Hebamme hat einen verzweifelten Mann am Telefon, der bereits rund 60zig andere Hebammen vergeblich angerufen hat, um für seine Freundin eine Wochenbettbegleitung mitten im Sommer zu finden.

    Ich lasse mich breitschlagen und schiebe die Betreuung doch noch ein, mit dem Hinweis, dass wir hier und da zeitliche und örtliche Kompromisse finden müssen.

    Der Mann ist einfach nur dankbar, dass sich

    • jemand zurückgemeldet hat
    • der Wohnort mich nicht abschreckt und
    • das ich wenigstens einen Kompromiss anbieten kann.

    Dann folgt der Erstkontakt

    Auf der Hinfahrt muss ich noch über mich selber grinsen. Da ich mich nicht wirklich hier in der Umgebung auskenne, liegt der Wohnort nicht nur weit ab vom Routenplan der meisten Kolleginnen, sondern eigentlich auch von meinem. Ich ärgere mich, das ich nicht vorher geschaut habe. Naja, denke ich noch, wir werden einen Kompromiss finden.

    Etwas verwundert war ich im Vorfeld über die ausschließliche Kommunikation über den Mann. Gut, aber auch das kenne ich aus meiner Arbeit als Hebamme. Mal sehen was mich erwartet.

    Schon in den ersten 2 Minuten wird mir klar, hier kann ich keine Kompromiss -Wochenbettbetreuung anbieten. Hier ist irgendwas worauf ich achten muss, aber was? Ist es die dominate Art, wie der Ehemann uns am Tisch platziert oder die sehr ruhige Art der jungen Schwangeren?

    Bei der Durchsicht des Mutterpasses zeigt sich nichts außergewöhnliches. Junge Erstgebärende ohne Kreuze im Risikokatalog. Laut Mutterpass sitzt eine völlig physiologische (heißt: ohne körperliche oder psychologische Beeinträchtigungen) Schwangere vor mir. Aber trotzdem bleibt das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt.

    Hebamme-  Mutterpassauszug
    Auszug aus einem Mutterpass

    Ich erhebe meine eigene Anamnese. Viel zu oft habe ich schon erlebt, dass die Einträge im Mutterpass unvollständig oder fehlerhaft sind. Wir Hebammen arbeiten nach der Salutogenese und erheben eine Anamnese die in alle Richtungen fragt, alles miteinbezieht und hoffentlich alles bedenkt.

    Ergebnis (ein kleiner Auszug)

    Eine junge, arbeitslose Schwangere mit einer chronischen, schweren psychischen Erkrankung, Klinikaufenthalt über ein Jahr in der Vergangenheit, Medikamente abgesetzt, das Rauchen aufgegeben, ab und an suizidale Gedanken, soziale Isolation durch den Wohnort, aktuell in therapeutischer Behandlung. Psychische Erkrankungen in der Familie bekannt. Gelder der Mutter – Kind Stiftung genehmigt.

    Ressourcen (nur ein Teil)

    Oma und Opa des Kindsvater wohnen in der Nähe, der Mann unterstützt sie nach Kräften, Therapeut ist offen für Schweigepflichtentbindung für mich als Hebamme, usw…

    Und jetzt platzt mir der Kragen. Natürlich nicht vor dem Paar, aber im Auto auf der langen Rückfahrt.
    Diese Frau steht vor einer großen Krise und befindet sich mitten in einer, denn das ist die Schwangerschaft, Geburt und erst Recht das Wochenbett.

    Allein der Schlafentzug wird sie vielleicht schnell an den Rand ihrer eigenen Ressourcen bringen und da reicht dann auch kein Therapeut. 
    Laut Mutterpass ist sie eine völlig physiologische Schwangere. Was ist denn dann eine nicht physiologische Schwangere?

    Diese Familie braucht ein Netzwerk, den doppelten Boden für Krisensituationen. Da sollte ich doch als behandelnder Arzt einen Blick für haben und mich aktiv drum kümmern. Warum ist der Mutterpass fehlerhaft ausgefüllt? Ein Dokument das uns auf den ersten Blick einen Eindruck verschaffen soll. hier ist es ein fatal falscher.

    Ich stecke jetzt als Hebamme mittendrin und habe gefühlt eigentliche genau für so eine Klientin keine Zeit. Nicht der Gynäkologe wird Abends oder am Wochenende angerufen, wenn eine akute Überforderung droht, das bin ich. Und ich bin die, die jetzt zügig alles ins Rollen bringen, die sich Gedanken machen muss, was kommen könnte und den Worstcase durchgehen muss.

    Keine Sorge ich mache das gerne und mit großer Sorgfalt. Doch was wäre aber, wenn ich nicht die 60zigste Hebamme gewesen wäre, die endlich zugesagt hat? Warum ist es so schwer von ärztlicher Seite aus, eine Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Hebamme und dem Netzwerk (Jugendamt, Familienhebamme, Therapeuten, Familie) für solche Familien anzustreben?

    Unsere Pflicht als Hebamme ist es, jedem Kind einen guten Start zu ermöglichen und besonders bei einer psychisch erkrankten Mutter.
    Das ist manchmal unser Alltag – „die Kuh vom Eis zu holen“.

    Eure Anja (BabytalkHebamme)

    Beitragsfoto: Kzenon / Canva
  • „Der überwachte Bauch“ von Doris Moser

    „Der überwachte Bauch“ von Doris Moser

    Wir möchten Euch ein besonders tolles Buch vorstellen, „Der überwachte Bauch“, besonders empfehlenswert für alle Schwangeren.

    In dem Beitrag „Der gläserne Bauch“ von unserer Hebamme Anja wird ja schon sehr deutlich, wie ihre / unsere Einstellung zur ständigen Überwachung des Babys im Bauch ist. Wir sind kein Freund davon, das Baby zu messen, zu bewerten und ständig Untersuchungsmethoden auszusetzen, bei denen wir nicht wissen, ob diese vielleicht doch noch schädliche Nebenwirkungen auf das Baby haben.


    Die Störung dieser besonderen „Wachstumsruhe“ empfinden wir als wenig hilfreich.

    Schwangerschaft - Embryo

    Um zu verstehen, welche Untersuchungen überhaupt notwendig sind. Und vor allem auch, inwiefern das Ergebnis einer bestimmten Untersuchung überhaupt sinnvollen Input bringt, empfehlen wir euch unbedingt dieses sachliche aber vor allem spannende Buch von Doris Moser:

    Doris Moser bringt es auf den Punkt, warum viele Untersuchungen in der Schwangerschaft nicht wirklich hilfreich sind.

    Sie hinterfragt aber auch, woher das überhaupt kommt und warum eine Schwangerschaft heute fast einer Krankheit gleicht.

    Unser Herzblut ist es, dass Mütter und Väter wieder mehr der Natur und sich selbst vertrauen. Natürlich gibt es Pathologien, bei denen wir nur dankbar um die Medizin sein können.

    Und es gibt ebenso Situationen, in denen es absolut nachvollziehbar ist, dass Eltern sich möglichst schnell von dem Wohlbefinden ihres Babys vergewissern möchten.

    Wir werden dieses Buch in die Babycoachakademie integrieren, in der wir bald Doulas nach Lamaze Standard ausbilden. Denn das Wissen um Sinn und Unsinn von Untersuchungen ist unfassbar wichtig. Auch für Doulas:)

    Liebe Grüße

    Eure Mira und Deva

  • Töpfer Mamacare – Pflege für Schwangere in Bio-Qualität / Werbung

    Töpfer Mamacare – Pflege für Schwangere in Bio-Qualität / Werbung

    Hallo Ihr Lieben! Vor allem diejenigen unter Euch, die gerade schwanger sind oder ein Baby haben, sind besonders angesprochen. Es geht in unserem heutigen Beitrag um eine Bio-Pflegeserie, die extra für Mamis und Babys „Mamacare“ entwickelt wurde.

    Der Körper von Mamis: Ein Wunderwerk

    Zu keinem anderen Zeitpunkt verändert sich der Körper einer Frau tiefgreifender als während einer Schwangerschaft und nach der Geburt. Verantwortlich dafür sind – wie so häufig – die Hormone: Sie sorgen dafür, dass das Baby im Bauch der Mutter sorgenfrei heranwachsen kann. Sie sind aber mit verantwortlich dafür, dass sich häufig die Haare verändern, das Bindegewebe lockerer wird und manche Schwangere ihre Haut nicht wieder erkennt.

    Genau dafür hat Töpfer Mamacare entwickelt: Mit der Kraft der Natur geht jedes Produkt auf die speziellen Bedürfnisse werdender und junger Mütter ein.

    Dehnungsstreifen: Was hilft dagegen?

    Manuelles Mamacarae: Mit regelmäßigen Bauchmassagen kann den Dehnungsstreifen vorgebeugt werden.

    TiPP: Mach die Massage zu einem Ritual für deinen Partner und dich und lass dich von ihm liebevoll und sanft in aller Ruhe massieren. Das pflegt nicht nur deinen Babybauch. Es gibt deinem Partner zudem das Gefühl, ein Teil dieser wunderbaren Schwangerschaft zu sein. Männer mögen es ihre Liebsten etwas Gutes zu tun.

    Die Creme riecht so gut

    Woher kommt der wundervolle Geruch? Sind Duftstoffe im Pflegeöl? Nein, das Pflegeöl ist parfümfrei und schont daher die immer empfindlicher reagierenden Nase der werdenden Mama. Der zarte Geruch kommt nur von den enthaltenen Ölen.

    Mamacare bei wunden Brustwarzen?

    Diese Sorge haben alle stillenden Mamis: Kann man irgendwie verhindern, dass die Brustwarzen wund werden? Und wenn es doch einmal „zu spät“ ist, was hilft dann?

    Unsere Hebamme Anja empfiehlt: Viel frische Luft!

    Viel Sonne und frische Luft tut Deinen Brustwarzen gut und beschleunigt die Wundheilung. Anja empfiehlt daher, bei wunden Brustwarzen häufiger mal auf den BH zu verzichten.

    Weitere Tipps gegen wunde Brustwarzen

    • Beginne das Anlegen an der Brustwarze, die weniger wund ist. So fließt die Milch auf der zweiten Seite leichter, da das Saugen Deines Kindes bereits den Milchspendereflex ausgelöst hat.
    • Wechsle die Stillpositionen regelmäßig und achte darauf, dass Dein Kind richtig anliegt, um das wund werden Deiner Brustwarzen zu vermeiden. Denn nur dann bekommt es die jeweilige Brustwarze richtig zu fassen und kann sie halten. Dein Baby sollte jedoch mindestens 10 Minuten auf jeder Seite trinken.
    • Stille Dein Baby lieber häufiger statt länger! Dann ist sein Hunger nicht so groß und es saugt weniger gierig. Außerdem ist die Brust nicht so voll und das Baby bekommt sie besser zu fassen.

    Und noch ein Tipp: Die Brustwarzensalbe braucht vor dem nächsten Stillen nicht abgewaschen werden, da die Zusammensetzung der Salbe absolut unbedenklich für das Baby ist. Sie ist parfümfrei, geschmacks- und geruchsfrei und verzichtet zudem auf tierische Inhaltsstoffe.

    Wenn es bereits zu spät ist und die Brustwarzen schmerzen, hilft Sonnenblumenöl, Silberhütchen und im „Notfall“, das Lasern der Brustwarzen.

    Eine eigene Seite voller Hebammentipps

    Töpfer hat ihre Mamacare Produkte allesamt zusammen mit Hebammen entwickelt und hält für Euch auf der Ratgeberseite noch viele weitere Tipps bereit. Vorbeischauen lohnt sich!

    Uns haben diese Cremes vollends überzeugt. Und Euch?

    Euere Babytalk-Redaktion Mira und Deva

    Beitragsfotos: Mom Breast Feeding Baby von Alena Ozerova / CANVA.COM und WenPhotos / FreeFotos von CANVA.com

  • Schwangerschaftsübelkeit – der Fluch der ersten Wochen – ein Erfahrungsbericht

    Schwangerschaftsübelkeit – der Fluch der ersten Wochen – ein Erfahrungsbericht

    Schwangerschaftsübelkeit: Ich liege erschöpft in der Sonne und bekomme Schüttelfrost, das erste Zeichen für mich. Es geht wieder los. Genervt stehe ich mit einem kurzen Blick auf die Uhr – 15.38 Uhr von meiner Liege auf. Schleppe meinen müden Körper auf seinen Weg. Auf dem Weg zu meinem Gemach verabschiede ich mich von meinem Freund und meinen Kindern. Ich verschwinde bist morgen früh irgendwann.

    Mein Zufluchtsort ist für die nächsten Stunden und die Nacht, mein Schlafzimmer. Mein Elend kann beginnen, die Schwangerschaftsübelkeit oder auch unter dem Begriff Hyperemesis bekannt, hat mich wieder im Griff. Es dauert nicht lange und ich würge, stoße wie wahnsinnig Luft auf, erbreche immer und immer wieder. Gefühlt habe ich eine symbiotische Beziehung zu meiner grünen Schüssel. Sie begleitet mich in diesen Momenten.

    Die Schwangerschaftsübelkeit läßt meine Zuversicht weichen

    Ich leide, fühle mich elendig. Meine Zuversicht weicht dem Gejammer. Die Geräusche außerhalb meines Zimmers nerven mich. All meine Sinnesorgane würde ich gerne verschenken. Ich kann nichts riechen, selbst mich nicht. Und laute Geräusche werden wieder unerträglich. Geschmacklich kann mich nicht mal meine geliebte Cola zum trinken überzeugen.

    Alle Lebensmittel werden nach ihrer Erbrechbarkeit analysiert. Apfelmus ist gerade mein Favorit. 5 Löffel habe ich heute geschafft. Das geht nun schon 4 Wochen so, 4 Kilogramm weniger, nichts hilft. Auch Medikamente bringen keine Besserung, außer noch mehr Müdigkeit. Sie wird eine meiner täglichen persönlichen Wiederauferstehungen.

    Jeden Tag auf´s neue, Jammern, Kübeln, auf Schlaf hoffen. Irgendwann in den Schlaf finden, um am anderen Morgen aufzustehen und zu hoffen, dass meine Schwangerschaftsübelkeit vorbei oder wenigstens ein wenig besser geworden ist. Dann frühstücken (lächerlich kleine Portionen), mich erholen, um dann spätestens ab 14.00 Uhr zu merken, sie schleicht wieder um mich.

    Lebensqualität ist was anderes

    In diesen von  Schwangerschaftsübelkeit geprägten Wochen verliert man alle Lebensqualität. Es ist ein reines Existieren.  An manchen Tagen sogar weniger als das. Das in dieser Zeit der Gedanke an einen Abbruch hochkommt, kann ich gut nachvollziehen. Dies würde zu einer sofortige Verbesserung der Situation führen. Hätte aber langwierige Folgen. Es ist ein Kampf an das Positive zu denken und guter Hoffnung zu bleiben. Wir Gebärende brauchen dann mehr als nur Medikamente. Eine Haushaltshilfe, positive Worte – wir brauchen Ganzheitliche Unterstützung und das am besten 24 Stunden am Tag.

    Eure Anja (Babytalk – Hebamme)

    P.S Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen hielten leider weitere Wochen an. Irgendwann war ein Krankenhausbesuch nicht mehr umgänglich. Ambulant lies ich mir Infusionen geben. Schon bei meiner anderen Tochter lag ich 4 Wochen stationär, das wollte ich dieses Mal auf keinen Fall.

    Wie dann später die Geburt verlief, könnt ihr hier nachlesen.

    Beitragsfoto:  Dean Drobot / Canva
  • Schwangerschaft: Meine nervigsten Schwangerschaftssprüche

    Schwangerschaft: Meine nervigsten Schwangerschaftssprüche

    Schwangerschaftssprüche: Viele Frauen kennen das bestimmt: In der Schwangerschaft wird Frau mit nervigen Sprüchen sowie Fragen überhäuft und mit ungefragten Ratschlägen versorgt. Kennt ihr das auch? Mir ist das schon sehr oft passiert.

    Meine Top 8 der nervigsten Sprüche in der Schwangerschaft

    Darf ich mal deinen Bauch anfassen?

    Ähm, darf ich deinen Bauch anfassen? Nein natürlich nicht, wir sind doch hier nicht im Streichelzoo. Ich meine so eine Berührung ist etwas intimes, da schlägt ein kleines Herzchen in meinem Bauch. Warum sollte ich also jeden daran rumtätscheln lassen.

    War die Schwangerschaft geplant?

    Ja, stell dir vor. Wir hätten sonst verhütet. Diese Frage finde ich eigentlich mit am schlimmsten. Erstens würde es mir nie einfallen sie zu stellen und zweitens sollte es doch jedem selbst überlassen sein, ob und wie viele Kinder er bekommt.

    Du hast es ja so gewollt

    Ja, natürlich habe ich diese Schwangerschaft gewollt. Trotzdem werde ich jetzt wohl jammern dürfen. Mein Mann stirbt auch mindestens 3x im Jahr an der Männergrippe, wieso sollten wir Frauen dann nicht auch in der Schwangerschaft mal Wehwehchen haben dürfen?

    Wie viel hast du schon zugenommen?

    Was geht es dich an? Ich gehe ja auch nicht durch meinen Freundeskreis und frage nach Weihnachten wieviel jeder zugenommen hat. Vielleicht sollten wir das aber mal bei diesen Personen tun 🙂

    Das liegt bestimmt an den Hormonen

    Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Spruch schon gehört, aber er nervt mich immer wieder aufs Neue. Ja natürlich kann einiges an den Hormonen liegen, aber manche Sachen gehen mir einfach auf die Nerven. Schwangerschaft hin oder her.

    Da ist wirklich nur eins drin?/Bist du sicher, dass es nur eins ist?

    JA, wir sind uns absolut sicher. Mein Bauch ist nur groß. Ich weiß nicht, was Leute zu solchen Fragen treibt. Ich denke aber nicht, dass sie einen Moment darüber nachdenken, dass es für den Gegenüber verletzend rüber kommen könnte.

    Danach ist aber Schluss, oder?

    Das ist mein absoluter „No Go“ – Satz in der Schwangerschaft. Ich meine, es geht niemanden was an und wenn ich noch 20 Kinder bekomme. Solange ich gut für sie sorge und es ihnen gut geht.

    Wieso isst du keine Salami mehr? Toxoplasmose?

    So was hat’s bei uns alles nicht gegeben und ich hab auch gesunde Kinder zur Welt gebracht!

    Das ist wirklich ein Standardspruch, den ich nur von der älteren Generation zu hören bekommen habe. Mittlerweile stehe ich darüber und denke mir meinen Teil. Denn was ich esse oder nicht, bleibt zum Glück mir überlassen.

    Ich hoffe, ihr nehmt diesen Artikel auch mit einem Schuss Humor, denn manchmal hilft einfach nur lachen und weitergehen. Ich habe gefühlt schon alle Sprüche gehört und denke mir immer wieder meinen Teil zu den Leuten die sie mir an den Kopf knallen.

    Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    Vielleicht magst einen oder mehrere deiner nervigsten oder auch berührendsten Schwangerschaftssprüche hier mit uns und unserer Community teilen.

    Beitragsfoto: Freeograph / shutterstock
  • Ängste in der Schwangerschaft

    Ängste in der Schwangerschaft

    Eine Schwangerschaft ist etwas wunderschönes. Alleine das Gefühl des positiven Schwangerschaftstest, ist einmalig. Ich weiß es bei allen Schwangerschaften noch ganz genau. Dieses überglückliche Gefühl zu wissen, dass neues Leben in einem wächst. Aber mit dem wachsenden Bauch, wächst auch die Angst. Angst das etwas nicht stimmen könnte.

    Angst etwas falsches zu essen oder zu tun und vielleicht auch die Angst vor der Geburt. Dies ist aber vollkommen in Ordnung. Auch wenn nicht viele darüber reden, oder es immer vorgelebt wird das eine Schwangerschaft nur Glück und positive Gefühle hervorruft. So ist es auch vollkommen in Ordnung Angst zu haben.

    Ich habe diese Ängste auch, oft mehr als mir lieb ist. Gerade in Hinblick auf die Geburt habe ich viele Ängste. Werde ich eine gute Hebamme haben, sind gute Ärzte im Krankenhaus? Werde ich das alles durchstehen und vor allem wird es meinem Baby gut gehen.

    Es sind viele Gedanken die einen in der Schwangerschaft beschäftigen. Ganz wichtig ist es aber diese ernst zu nehmen und sich selber zu beruhigen. Ich habe zum Beispiel einen Termin in 2 Krankenhäusern gemacht. Diese bieten Info Abende wo man einen Teil der Ärzte, Schwestern und Hebammen kennen lernen kann.

    Außerdem wird der Kreissaal und die komplette Entbindungsstation gezeigt. Dies beruhigt wirklich sehr. Wir konnten unsere Fragen vor Ort und ohne Stress stellen. Ebenso konnte ich mir einen Eindruck davon verschaffen, wie die Entbindung hier ablaufen kann.

    Es war für uns wirklich sehr informativ und wir haben uns tatsächlich für ein Krankenhaus entschieden welches vorher gar nicht auf unserer Liste stand. Es ist zwar 10 Minuten weiter entfernt, aber es hat uns mit der Umgebung und der Professionalität der Ärzte absolut überzeugt.

    Angst, weil man auf einige Dinge keinen Einfluss hat

    Sind wir mal ehrlich eine Schwangerschaft wie im Bilderbuch gibt es nur sehr selten. Oftmals muss man auch mal zwischendurch ins Krankenhaus, weil etwas nicht stimmt, oder man zumindest das Gefühl hat das etwas nicht okay ist. Mir erging das öfter so.

    Da tasten plötzlich wildfremde Menschen an Stellen rum, wo man nun mal nicht eben jeden hin lässt. Aber egal wie unangenehm diese Situation auch ist, so macht man es schließlich für sein Kind.

    Ein weiterer Tipp kam von meiner Hebamme, sie sagte mir ich solle jeden noch so kleinen Gedanken aussprechen. Egal ob er nun negativ oder positiv ist. Mit meinem Partner über meine Ängste sprechen, denn oftmals konnte er mich schon mit ein paar Sätzen beruhigen.

    Denn gerade am Anfang der Schwangerschaft war ich wirklich mit manchen Sachen überfordert. Da half mir aber auch meine Frauenärztin sehr. Sie gab mir eine Liste mit Nahrungsmitteln auf die ich in der Schwangerschaft verzichten sollte. Wenn ihr euch also unsicher seid, was ihr essen dürft und was nicht, fragt lieber nach.

    Es gibt keine dummen Fragen in der Schwangerschaft

    Ich habe gelernt, gerade in der Schwangerschaft, gibt es keine blöden Fragen. Denn jede Frage die eine werdende Mama beschäftigt sollte ernst genommen werden.

    Was mich außerdem sehr beruhigte war der Geburtsvorbereitungskurs. Dort traf ich andere Mamas und konnte mich endlich richtig austauschen. Denn dort merkte ich das ich mit meinen Ängsten nicht alleine war. Das sogar Mamas die das dritte oder vierte Kind erwarteten genau die gleichen Ängste und Sorgen hatten wie ich.

    Genau dieser Austausch machte mir Mut und seid dem bin ich wieder etwas entspannter.

    Dies soll jetzt nicht heißen das eine Schwangerschaft nur aus Sorgen und Ängsten bestehen soll. Ganz und gar nicht. Es soll aber zeigen, dass wenn ihr solche Ängste oder negative Gedanken habt, dies vollkommen okay ist. Es gibt Wege diese Gedanken positiv zu beeinflussen und euch die Ängste zu nehmen.

    Sorgen machen, geht eben schon in der Schwangerschaft los und endet wahrscheinlich ein ganzes Leben lang nicht. Denn auch wenn die Kinder größer sind, werden wir Mamas aber auch Papas, uns immer Gedanken um unsere Kinder machen.

    Trotzdem ist es wichtig so positive Gedanken wie möglich zu haben. Macht euch nicht wegen Kleinigkeiten verrückt und genießt jeden Moment. Denn so innige Momente mit eurem Kind im Bauch, wird es nach der Geburt nicht mehr geben.  Dafür werden umso mehr andere innige und liebevolle Momente außerhalb des Bauches folgen.

    Eure Nicole (Babytalk – Autorin)

    Beitragsfoto: Syda Productions / shutterstock