Kategorie: Allgemein

  • Was ist ein Geburtstrauma und wie kann man es bearbeiten / heilen?

    Was ist ein Geburtstrauma und wie kann man es bearbeiten / heilen?

    Der Begriff „Trauma“ kommt aus dem Griechischen und heißt soviel wie „Wunde“, genau genommen seelische Wunde bzw. Verletzung. Von einer traumatischen Erfahrung spricht man, wenn sich ein Mensch in einer lebensbedrohlichen Situation befindet bzw. empfindet, in der er keinen Ausweg mehr sieht durch Kampf oder Flucht zu entkommen. Dabei kann es zu einer extremen Belastung des Gefühlsleben kommen. Nicht selten endet diese in einer Überforderung, da das Gehirn alles daransetzt, die verletzende Erfahrung zu verarbeiten. Daraufhin fällt das Gehirn in eine Art „Starre“. 

    Unser inneres Kind – dieser ursprüngliche unschuldige und schutzlose Teil von uns bleibt, erstarrt, sprachlos und verletzt tief verborgen in uns zurück.

    Alle Lebendigkeit und Fähigkeit zu fühlen und uns mitzuteilen scheint verloren gegangen. Unser Nervenenden arbeiten stehen in Flammen auf Hochtouren.

    Wir funktionieren nur noch im Automodus.

    Geburtstrauma entstehen in den seltensten Fällen allein durch starke körperliche Schmerzen unter der Geburt. In der großen Mehrzahl entsteht ein Trauma, wenn es während der Geburt zu einer Situation kommt, in der die Gebärende sich ausgeliefert und nicht in der Lage fühlt die „Kontrolle“ über den Prozess zurückzugewinnen. Dabei spielen fast immer andere Menschen, in aller Regel unbeabsichtigt, eine maßgebliche Rolle. Wobei in vielen Fällen eine Überforderung des Klinikpersonals eine Rolle spielt.

    Ursachen eines Geburtstrauma

    Der Rahmen bzw. die Atmosphäre in der die Geburt von statten geht, trägt entscheidend zur der Verletzlichkeit der Gebärenden bei. Und so fühlen sich sehr viele Frauen vor allem bei einem weiterfortgeschrittenen Geburtsprozess und der damit verbundenen „Nacktheit“ in diesem fremden Rahmen extrem verletzlich.

    Typische Auslöser sind nicht klar kommunizierte Interventionen, wie zum Beispiel das Setzen einer Injektion/Tropfs, eine nicht selten unter Stress unsanft ausgeführte vaginale Untersichungen oder fehlerhaft ausgeführte Kristeller-Handgriffe, etc.

    Sich unter der Geburt einem „schmerzhaften“ Angst verursachendem Geschehen hilflos ausgeliefert zu fühlen.

    Auch wenn sich womöglich viele dieser betroffenen Frauen bei durch mangelnde Kommunikation in einer weniger von Hormonen beeinflussten Situation nicht so ausgeliefert gefühlt hätten, fühlen sie sich unter der Geburt häufig schneller hilflos.

    Angst ist das prägende Gefühl. Diese kann durch Unwissenheit, Schmerz oder Hilflosigkeit bedingt sein. Angst bedeutet für unser Stammhirn, welches auf unsere tierischen Vorfahren zurückgeht, immer gleich Todesangst.

    Die typischen Verhaltensmuster bei Angst bestehen in Weglaufen, Angreifen und Erstarrung, wobei unter der Geburt aufgrund der Umstände vor allem die Erstarrung auftritt. Hauptkennzeichen der Erstarrung ist ein stockender Atem. Die Hilflosigkeit ohne eine Idee, wie man sich aus dieser Situation „befreien“ kann, lässt einen Verzweifeln und die Luft anhalten. Dabei werden unsere Muskeln mit weniger Sauerstoff versorgt, die daraufhin immer mehr fest werden.

    „Die Zeit heilt alle Wunden“, auch wenn der Spruch sehr populär ist, entspricht er nicht der Wahrheit. Die Zeit lässt die Wunden bestenfalls „vergessen“, doch nichtsdestotrotz schlummert sie weiterhin im Verborgenen unserer Seele und können durch verschiede Vorkommnisse wieder „erweckt“ werden.

    Phasen nach einem Geburtstrauma

    Auch wenn das Erleben nach einem traumatischen Erlebnis recht individuell ist, lassen sich bei den meisten traumatisierten Müttern folgende drei Phasen beobachten:

    1. Die betroffene Mutter ist häufig verwirrt, vergesslich und wirkt benommen. Diese sogenannte Schockphase dauert bei vielen traumatisierenden Erlebnissen bis zu einer Woche. Durch die Besonderheit, dass eine traumatisierte Mutter sich in dieser Zeit nicht allein um sich kümmern kann, sondern sich noch für ihr hilfloses Baby sorgen muss, durch welches sie zudem immer wieder an das traumatisierende Erlebnis erinnert wird, kann diese Phase auch bis zu mehreren Wochen andauern. Hierdurch verschieben sich die folgenden Phasen nach hinten.
    2. In der darauffolgenden Einwirkungsphase, welche sich bis zu 2 Wochen hinzieht, haben viele Betroffene das Verlangen, immer wieder über das traumatische Geburtserlebnis zu sprechen. Häufig wird dieses Verhalten von Selbstzweifeln und -vorwürfen, Hoffnungslosigkeit, Ohnmachtsgefühlen und Depressionen begleitet. Zudem leiden viele unter Einschlaf- und Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Albträume.
    3. Auf die Einwirkungsphase folgt die Erholungsphase, die typischerweise vier bis acht Wochen nach der Geburt beginnt. In dieser Phase beginnt die Mutter wiederInteresse am normalen Leben und ihren Mitmenschen zurückzugewinnen. Die Mutter beginnt wieder an eine positivere an Zukunft zu glauben.

    Folgestörungen eines Traumas bzw. Geburtstraumas

    Die Folgestörungen eines Geburtstraumas können sehr verschieden und auch unterschiedlich belastend sein. Nachfolgend findet ihr die am häufigsten auftretenden Störungen aufgelistet:

    Reizbarkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, verbunden mit erhöhter Wachsamkeit, Alpträume, Flashbacks (wiederkehrende traumatische Bilder); Ängstlichkeit bis hin zu Panikzustände, extreme Wut sowohl auf sich, wie auch auf andere; Anflüge von Depressionen, bzw. von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit bis hin zu Lebensmüdigkeit.

    Schwerwiegende posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) in Folge von besonders schweren Traumatisierungen schränken das Erleben, Fühlen, Denken sowie das Zusammenleben mit anderen Menschen ein.

    Der schwierige Umgang mit den eigenen unangenehmen Gefühlen, vor allem mit Wut und Trauer *, kann sowohl zu starken Wutausbrüchen, sowie zu Selbstverletzungen und / oder Drogenkonsum führen, mit dem Ziel sich „wegzubeamen“, den Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen.

    Aufgrund von Schuld- und Schamgefühlen kann es aber auch ebenso in einem Einigeln bzw. Rückzug von der „Welt“ enden.

    Da die Verantwortung in den meisten Fällen nicht nur einem selber zugeschrieben wird, bringt es in vielen Fällen ein Misstrauen gegenüber (fremden) Menschen mit sich, welches unter Umständen ein lebenslang anhält. Wie bei vielen psychisch nicht behandelten „Erkrankungen“ kann auch ein nicht bearbeitetes Geburtstrauma körperliche Beschwerden nach sich ziehen, für die es keine organischen Erklärungen gibt. Hierzu zählen z.B. Schwindel, Erschöpfung, Herz- und Atembeschwerden.

    Geburtstrauma heilen

    Wenn die „Heilung“ eines Geburtstraumas erst spät angegangen wird, kann es sein, dass sich die Folgestörungen so stark ausgeprägt haben, dass sie auch „therapiert“ werden müssen.

    Ohne professionelle Hilfe zurück ins Leben zu finden

    Viel Ruhe, Verständnis und Zeit ermöglicht es vielen Betroffenen ins Leben zurück zu finden, doch das Trauma bleibt weiter im Verborgenen. Sobald der Körper der Mutter es zulässt, kann Bewegung, insbesondere in der Natur, helfen aus der Starre und / oder depressiven Stimmung herauszukommen. Auch Yoga, Meditation und Sport können je nach persönlicher Vorliebe den „Heilungsprozess“ unterstützen. Viele Betroffene von traumatischen Erlebnissen finden Entspannung im Aufschreiben ihrer Erfahrungen und aktuellen Empfindungen.

    Doch gerade Mütter mit einer traumatischen Geburt fällt dies besonders schwer. Sie fühlen sich nach der Geburt ihres Kindes nicht in der Lage ihrem Kind, neben der Versorgung, die Liebe zu schenken, die vom Trauma überdeckt in ihnen schlummert. Auch wenn sie nichts dafür können, verurteilen sie sich dafür. Deshalb ist es wichtig, dass sie vor allem in der Zeit des Wochenbetts viel Unterstützung im Haushalt und rund um das Baby erhält.

    Die durch das Trauma verursachte Wunde vernarbt zwar mit der Zeit, bleibt aber immer „sichtbar“, zumindest für die Traumatisierten. Ähnlich einer schlecht verheilten Narbe ist es auch bei einem nicht geheilten Trauma notwendig es wieder „aufzureißen“, damit es heilen kann. Dies sollte, wie bei einer körperlichen Narbe, von einer dafür ausgebildeten Person vorgenommen werden, sobald die Mutter sich dazu in der Lage fühlt.

    Auch wenn manche betroffene Mütter und ihre Kinder mit einem Geburtstrauma später ein glückliches Leben führen können, erschwert ihnen diese besonders prägende Zeit einen guten Start in ihre lebenslange Beziehung.

    Geburtserfahrung aufschreiben

    Wenn die betroffene Mutter den „Mut“ hat sich ihren Ängsten zu stellen, zeigt es sich als heilsam, ihre schmerzhafte Erfahrung aufzuschreiben. Verstärkt wird dieses Heilung, wenn im Anschluss die Geburt, so aufgeschrieben wird, wie sie sich die Geburt ihres Kindes gewünscht hätte. Dies ist in vielen professionellen Heilungsmethoden ein essenzieller Bestandteil.

    Vielen betroffenen Müttern gelingt es ihr Trauma zu überwinden, indem sie sich während einer folgenden Schwangerschaft bewusst umfassend auf die bevorstehende Geburt vorbereiten und mit klaren Vorstellungen in diese hineingehen. Nicht wenige finden anschließend ihre Berufung darin andere Mütter eine vor einer traumatischen Geburt zu bewahren und bilden sich zur Doula (Geburtsbegleiterin) aus oder werden sogar Hebamme.

    Bearbeitung mit professioneller Hilfe

    Bei stärkeren Traumata ist die Chance ohne professionelle Hilfe das Trauma zu heilen, eher gering und die Unterstützung eines Psychotherapeuten angeraten. In der Behandlung eines Geburtstraumas geht es vornehmlich darum der Betroffenen ihre „Selbstwirksamkeit“ zurückzuerstatten. Das bedeutet, das sie die Sicherheit zurückgewinnt, dass sie nicht machtlos, sondern in der Lage ist, für ihre Grenzen, sowie Bedürfnisse und Wünsche einzustehen.

    Eine sehr wirkungsvolle professionelle Traumabearbeitung besteht darin, die traumatisierte Mutter über einen verbundenen Atem in die Geburtssituation zurück zu begleiten. Um zu schauen, worin die Hilflosigkeit begründet lag und zu schauen, wen oder was sie gebraucht hätte, um sich nicht hilflos zu fühlen. Der verbundene Atem unterstützt die Mutter dabei nicht in den auftretenden „Schmerz“ feststecken zu bleiben. Und anschließend den Geburtsprozess anschließend mit dem, was die Mutter gebraucht hätte, noch einmal „neu“ und selbstbestimmt zu erleben. Diese Unterstützung liegt z.B. in Mut, im Vertrauen in sich, einer vertrauensvollen Person, den Geburtsprozess oder das Leben. Da diese Ressourcen unter der Geburt nicht „greifbar“ waren, wird in der Sitzung geschaut, in welcher Lebenssituation sie vorhanden waren oder von wem sie sie erhalten können.

    Um innerhalb dieser Rückerinnerung nicht in Schmerz zu verharren,  ist es wichtig die gesamte Zeit über, so gut es geht, immer wieder bewusst einzuatmen.

    Die schmerzhafte Erinnerung verschwindet danach zwar nicht, doch es gibt neben ihr nun eine positive Geburtserinnerung. Wann immer das traumatische Geburtserlebnis erinnert wird, hat es durch die Verarbeitung seine Kraft verloren, die betroffene Mutter in Schmerz, Trauer, Wut und Hilflosigkeit gefangen zu halten.

    Telefonseelsorge

    Wer in einer akuten Krise steckt, kann und sollte sich bei der bundesweiten Telefonseelsorge (0800 111 oder 0800 222) rund um die Uhr von kompetenten Ansprechpartnern Rat holen. Dieser Anruf ist kostenlos. Unter www.telefonseelsorge.de besteht die Möglichkeit seine Sorgen auch anonym per E-Mail zu beschreiben und erhält zeitnah eine  Antwort. 

    Beiträge unserer Leserinnen zur Gewalt unter der Geburt:

    Erfahrungsbericht 1

    Erfahrungsbericht 2

    Euer Deva (Persönlichkeitsentwickler und Atemtherapeut)

     

    Erklärung

    * Die Gefühle Wut und Trauer treten bei Schmerz im Allgemeinen auf. Meistens besteht ein Urteil auf eines dieser Gefühle, so dass nur eines zugelassen wird. Wut wird häufig eher gezeigt, da es mit körperlicher „Stärke“ einhergeht, wobei Trauer eher mit Hilflosigkeit und „Schwäche“ assoziiert wird.

  • Stoffwindeln von Windelzauberland

    Stoffwindeln von Windelzauberland

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    Stoffwindeln sind das Babypflege Produkt schlechthin, wenn man sich anschaut, welche Babyprodukte sich in den letzten Jahren enorm auf dem deutschen Markt durchgesetzt haben. Denn sie decken viele Bedürfnisse von Eltern gleichzeitig ab:

    • sie sind unschlagbar in der Nachhaltigkeit
    • auf Dauer sind sie einfach viel günstiger als Wegwerfwindeln
    • sie sehen viel besser aus und fühlen sich auch besser an
    • und ja, sie sind in gewisser Weise auch ein Trend. Ein Trend, den wir mögen:)

    Durch die immer leichter werdende Handhabung ist das frühere Gegenargument „zu kompliziert“ heute auch nicht mehr so ausschlaggebend wie noch vor ein paar Jahren. Wir haben und auf dem Markt der Stoffwindeln einmal umgesehen und haben sind dabei auf einen Hersteller gestoßen, der nicht nur hübsche Stoffwindeln herstellt sondern auch bei der Funktionalität und der Qualität auf viele Punkte achtet: Windelzauberland, ein Unternehmen, in welches zwei sympathische Mütter ihr Herzblut investieren.   Zunächst einmal haben wir uns angesehen, was die Windeln von Windelzauberland so besonders machen:

    Nachhaltigkeit bis ins kleinste Detail und faire Herstellung

    Bei der Konzeption der Stoffwindeln wird bei Windelzauberland viel Wert auf echte Nachhaltigkeit gelegt. Die Erfahrung in der Produktentwicklung aus den letzten Jahren, in denen sich das Unternehmen einen Namen aufgebaut hat, spiegeln sich in den kleinsten Details wieder. Vom Material bis zur Verarbeitung von diesem wird darauf geachtet, dass die Stoffe nicht nur hautverträglich sind und die Anforderungen an die Usability der Stoffwindel mit sich bringen, auch in der Herstellung der Stoffe wird auf jede Zutat geachtet. Woher kommt das Grundmaterial? Welche Mittel werden in der Verarbeitung verwendet? Wie sind die Ressourcen des Rohstoffes? All diese Fragen sind wichtig und machen die Auswahl des Materials komplex. Wer auf all diese Merkmale achtet, kann nicht einfach den nächsten hübschen Stoff nehmen. Zudem werden die Windeln fair hergestellt. In Deutschland und mit persönlichem Kontakt zu den Näherinnen.  

    Schöne Motive und eine einfache Nutzung

    Windelzauberland bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Varianten an, mit denen man Stoffwindeln auf verschiedenste Weise nutzen kann: Von der klassischen Wollwindel mit Mullwindeln bis hin zu praktischen Pocketwindeln und All-In-Two-Systemen, man findet für alle Bedürfnisse und Altersklassen das perfekte System. Wer absolut auf künstliche Stoffe verzichten möchte wird mit dem Wollwindelsystem wunderbar ausgestattet. Dies muss zwar gefettet werden, ist aber in der Handhabung ansonsten nicht viel komplizierter als die anderen Systeme. Aber auch PUL-beschichtete Außenwindeln und Pocketwindeln findet man. Egal welches System man nutzen möchte, auch die passenden Einlagen findet man. Von Hanf über Baumwolle bis hin zu Mikrofaser, alle möglichen schnell – oder vielsaugenden Stoffe sind vertreten. Man wird auch gut beraten auf der Homepage, welche Einlagen eher schnell saugen (und dafür weniger aufnehmen) und welche viel Flüssigkeit aufnehmen aber dafür etwas langsamer. Zur Info: Man sollte gut kombinieren. Einerseits soll die Flüssigkeit schnell aufgenommen werden, damit der Popo nicht unnötig lange feucht ist, andererseits braucht man ja auch eine saugstarke Grundlage darunter, damit man insgesamt weniger wechseln muss.

    Ideales Stoffwindelsystem für Neugeborene

    Am Anfang, also in der Neugeborenenzeit braucht man vor allem saugstarkes Material, da das Baby vor der Beikosteinführung sehr flüssigen Stuhl hat und zudem auch einfach vom Körper her sehr klein ist. Daher bietet sich hier an, entweder mit Mullwindeln und einer Nässe undurchlässigen Außenwindel (aus Wolle oder PUL-beschichtet) zu arbeiten. Wem das falten der Mullwindeln zu kompliziert erscheint, kann die Höschenwindeln nutzen, die ebenfalls wie Mullwindeln sehr gut und viel Flüssigkeit aufsaugen.

    Wenn das Baby größer wird

    Wird das Kind größer, steigt zum einen natürlich auch die Ausscheidung aber vor allem natürlich auch der Körper:)

    Nach der Neugeborenenphase sind die Windeln von Windelzauberland mitwachsend. Man kann also mit Druckknöpfen die Windelgröße ganz einfach anpassen.

    Hier braucht man wieder ein Außensystem (Wolle oder PUL-beschichtet) und dazu dann passende Einlagen, die man im „Hamburger-Stil“ übereinander legt. 

    Ganz unten in die Windel kommt ein saugstarkes Material, oben direkt am Popo sollte eine schnellsaugende Einlage liegen. 

    Wer möchte, kann dazu noch ein Vlies nutzen, welches festen Stuhl auffängt und so die Windel schützt (den kann man dann einfach ins Klo werfen, ohne das Vlies).

    Wer gerne erst einmal ausprobieren möchte, ob Stoffwindeln zur Familie passen, findet auch Testpakete zum Mieten.

    Auch die Mama kommt nicht zu kurz

    Wer nun denkt, dass man beim Windelzauberland nur Stoffwindeln bekommt, wird sich freuen, denn auch die Mama wird hier gut bedient: Man kann Stoffbinden kaufen, Abschminkpads und Stilleinlagen.

    Und natürlich auch alles, was man zum Stoffwindel-Wickeln braucht: Wetbags, Wollwachs, Wickelunterlagen etc.

    Wer nun neugierig geworden ist, schaut am besten einfach bei Windelzauberland vorbei.

     

  • Aller liebsten Dank und alles liebe zum Muttertag

    Aller liebsten Dank und alles liebe zum Muttertag

    Das Babytalk-Team bedankt sich bei allen Müttern für ihre wundervolle Arbeit wünscht ihnen alles Liebe zum Muttertag

    Alles Liebe zum Muttertag liebste Mama. Ich muss Dir unbedingt mal ein ganz großes Lob aussprechen. Jeden Tag werden die Haufen in meiner Windel größer und größer. Und was soll ich sagen? Du schimpfst nicht. Dabei gib ich mir wirklich richtig viel Mühe.

    Übrigens liebe ich es, wenn Du beim Wechseln immer deine schöne Nase so schön kraus ziehst. Ich könnte mich dann immer wieder ausschütteln vor Lachen.

    Ich genieße es so und bin Dir soooo dankbar, wenn Du mich morgens so liebevolle anschaust, selbst wenn ich Dich ganz früh wieder wecke und das auch wenn ich die Nacht zuvor durchgeschrien habe. Und Du mich tapfer auf deinen Armen gehalten hast, so wie Du immer dein Bestes gibst.

    Dankbar bin ich Dir auch für deine Geduld beim Stillen und Füttern, egal ob ich dabei immer wieder einschlafe oder den Möhrenbrei auf deiner Bluse verteile.

    Auf gar keinen Fall möchte ich vergessen Dir Danke zu sagen, dass ich es liebe die Schränke in der Küche auszuräumen und Dir so dankbar bin, dass Du mich läßt und nicht mit mir schimpfst.

    Doch kannst Du mir bitte sagen, warum Papa immer sagt, dass ich noch zu klein bin, um geschäftsfähig zu sein. Und das nur, damit er mich dann auf einen blöden Eimer setzen kann. Dabei will ich ja auch unbedingt ganz schnell geschäftsfähig werden.

    Was mache ich denn bloß falsch?

    Jeden Tag strecke und recke ich mich, um endlich größer zu werden. Investiere fast meine ganze Energie dahinein die Duftnote meiner Haufen von Tag zu Tag zu verbessern.

    Und auch das Zielen beim Pipi machen klappt immer besser. Beim letzten Mal habe ich dann auch endlich Papas Hemd getroffen. Doch auch danach schien er nicht wirklich stolz auf mich zu sein.

    Warum sich danach seine Stirn so in Falten gelegt hat und er einen knallroten Kopf bekam, weiß ich zwar nicht, doch es sah wirklich süß aus. Aber auch das reicht anscheinend immer noch nicht. Es ist zum Verzweifeln.

    Kannst Du mir bitte sagen, was ich noch tun kann, damit ich endlich geschäftsfähig bin.

    Du fragst Dich, warum ich so unbedingt ganz schnell geschäftsfähig sein möchte? Na, weil ich Dir dann zum Muttertag deine Lieblingsblumen im Internet bestellen kann. Doch bis es soweit ist, habe ich mir Papas Kreditkarte ausgeliehen.

    Muttertag - meine liebste Mama - Baby mit Blumen im Arm

    Ich verspreche Dir auch heute am Muttertag wieder mein Bestes zu geben, Dich zum Strahlen zu bringen.

    Alles Liebe dein Finn (Babytalk – Charmeur)

    Beitragsfoto: evgenyatamanenko / Getty Images Pro
    Foto2: Ecaterina Glazcova / shutterstock
  • Zykluscomputer – Erfahrungen mit Daysy

    Zykluscomputer – Erfahrungen mit Daysy

    Unsere Babytalk-Praktikantin Kati nimmt schon länger die Pille und suchte vor gut einem halben Jahr nach ein alternatives und vor allem hormonfreies Verhütungsmittel mit weniger Nebenwirkungen. Sie hatte es schon mit dem Messen ihrer Temperatur und deren Eintragung in eine Temperaturkurve bzw. Fieberkurve probiert. Auf der Suche nach einer komfortableren und praktischeren Variante stieß sie auf Daysy.

    Erfahrungen mit dem Zykluscomputer

    Da sich viele unserer Leser besonders für die Themen Kinderwunsch und Familienplanung, sowie bei den Eltern unter unseren Lesern um das Thema Verhütung interessieren, haben wir unsere Babytalk-Praktikantin Kati diesen Zykluscomputer 6 Monte lang testen lassen. Und was sollen wir euch sagen, sie ist nach anfänglicher Skepsis sehr beeindruckt!

    Wie viele andere Verhütungsmittel auch basiert auch Daysy auf dem Zyklus der Frau. Nachfolgend findet ihr eine kurze Zusammenfassung davon, wie der Zyklus der Frau funktioniert und was dieser Zykluscomputer alles kann.

    Der Zyklus der Frau

    Der Menstruationszyklus ist ein sich ständig wiederholender Kreislauf bestehend aus Aufbauphase (Follikelphase), welche vom ersten Tag des Zyklus bis zum Eisprung dauert und Absonderungsphase (Lutealphase oder Gelbkörperphase), welche die Zeitspanne vom Eisprung bis zur Menstruationsblutung beschreibt. Dabei ist der kann der Zyklus nicht nur von Frau zu Frau, sondern auch von Monat zu Monat variieren. Aus diesem Grund kann der Eisprung zwischen dem 10. Zyklustag und dem 21. Zyklustag und sogar noch später stattfinden. Um den genauen Tag zu bestimmen, musst Du Deinen Zyklus sehr gut kennen, zumindest wenn Du keinen Zykluscomputer wie Daysy benutzt.

    In jedem Zyklus reift eine befruchtungsfähige Eizelle in den Eierstöcken der Frau heran. Zeitgleich bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vor. Um die Mitte dieses Zyklus reift eine Eizelle heran und wird in den Eileiter entlassen.

    Dort kann sie maximal 18 Stunden lang befruchtet werden. Ob es zur Befruchtung kommt, hängt von der Qualität des Zervixschleims ab. Dieser wird im Gebärmutterhals erzeugt. Je nachdem ob er dick und undurchlässig oder eher flüssig und zuckerhaltig ist, hält er die Spermien des Mannes zurück oder lässt sie durch, schützt, leitet und nährt sie. In diesem Fall wird der Ausdruck Schwangerschaftsschleim als Synonym verwendet. Sollte es nicht zu einer Befruchtung kommen, wird das neu gebildete Gebärmuttergewebe wieder abgestoßen und es kommt zur Monatsblutung.

    Mit dieser Blutung werden ca. 150 ml Blut und kleine Mengen der Gebärmutterschleimhaut entsorgt. Diese Vorgänge werden durch bestimmte Hormone im weiblichen Körper gesteuert.

    Mit dem Daysy Zykluscomputer ist es euch möglich die Zyklusphase verlässlich zu bestimmen. Daysy beobachtet euren individuellen Zyklus, insbesondere die Bestimmung eurer frucht- sowie unfruchtbaren Phasen. Diese Phasen bestimmt Daysy auf Basis sensitiver Basaltemperaturmessungen. Unter der Basaltemperatur wird das Temperaturminimum während des Schlafens verstanden. In der Praxis wird unter der Basaltemperatur, die Temperatur nach dem Aufwachen verstanden. Durch diese Funktion ist Daysy auch eine hilfreiche Unterstützung bei dem Wunsch nach einem Kind.

    Die Anwendung von Daysy

    Daysy ist in seinem Handling sehr einfach und selbsterklärend.

    Jeden Morgen nach dem Aufwachen messt ihr mit Daysy eure Temperatur unter der Zunge. Dies dauert nicht länger als 60 Sekunden. Dabei analysiert Daysy direkt euren Zyklus und zeigt euch mittels eines Farbsystems eure fruchtbaren und unfruchtbaren Tage an. Somit kann Daysy sowohl zur Schwangerschaftsplanung als auch zur Verhütung verwendet werden.

    Warum ihr euch auf Daysy verlassen könnt

    Daysy nutzt einen sehr intelligenten Algorithmus, der sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen wie auch auf langjährige Erfahrungswerte beruht. Mittels der Messung und Erfassung eurer Daten sowie unter Verwendung statistischer Daten ist es dem Algorithmus möglich, eine genaue Vorhersage eures kommenden Zyklus bzw. Zykluskurve zu berechnen.

    Wie hoch ist die Genauigkeit bzw. der Pearl-Index?

    Der Pearl-Index ist nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl benannt und gilt als Maß für die Wirksamkeit bzw. Zuverlässigkeit von Methoden zur Empfängnisverhütung.

    Nach Angaben des Schweizer Herstellers Valley Electronics AG bestimmt ihr Zykluscomputer die fruchtbaren Tage mit einer Genauigkeit von 99,4% und erreicht einen Pearl-Index von 1,3. Das bedeutet, dass nur 1,3 von 100 Frauen, die Daysy ein Jahr lang als Verhütungscomputer nutzen, ungewollt schwanger werden. Zudem ist die von Daysy verwendete Temperaturmethode eine der genauesten der Welt. Trotz dessen ist Daysy kein Ersatz für eine Verhütung.

    Wie informiert Daysy euch über euren Zyklus?

    Daysy ist nicht nur ein Gerät zur Messung eurer Temperatur. Über Bluetooth könnt ihr Daysy ganz einfach mit eurem Smartphone verbinden, um weitere Auswertungen zu erhalten. So zeigt euch die DaysyView App neben eurer Temperaturkurve auch euren ganz individuellen Zykluskalender an. Einfach genial!

    So nutzt Daysy ein sehr anschauliches Farbschema zur Darstellung eures Fruchtbarkeitsstatus.

    • rot steht dabei für fruchtbar
    • grün für unfruchtbar
    • gelb dafür das Daysy noch lernt bzw. eine Zyklusschwankung besteht
    • rot, grün und gelb zeigt eine wahrscheinliche Schwangerschaft an
    • rot blinkend zeigt euch euren Eisprung an.

    Neben diesen Informationen erhaltet ihr noch eine Prognose über euren Fruchtbarkeitsstatus für die nächsten Wochen.

    Daysy hat nicht nur unsere Praktikantin Kati, sondern auch uns von seinen Fähigkeiten und Genauigkeit überzeugt.

    Euer Babytalk-Team

  • Mutterschaft – eine besondere Herausforderung und die Entwicklung des Gehirns der Mutter

    Mutterschaft – eine besondere Herausforderung und die Entwicklung des Gehirns der Mutter

    Für die, die es noch nicht wussten, was die typischen Herausforderungen einer Mutterschaft sind, ein Blick in einen ganz normalen Tag einer Mutter.

    Eine Textnachricht am Handy, das Baby schreit und der Postbote klingelt an der Tür. Wofür soll sie sich entscheiden? Wie auch immer sie sich entscheidet, sie bekommt diese Aufgaben gut auf der Reihe. Vermutlich wird sie sich das Baby schnappen, zur Tür eilen und die Textnachricht erstmal ignorieren. – „Der ganz normale Wahnsinn halt.“

    Doch wie soll eine Frau, die schon genug damit zu tun, dass ihr Körper und ihr Körpergefühl sich dermaßen verändern, sowie mit der Menge an aufkommenden Gefühle zurecht zu kommen. Welche in der Schwangerschaft wie aus dem nichts heraus plötzlich auftauchen?

    Erfahrene Mütter und Väter wissen, dass man sich nicht wirklich gut auf eine Elternschaft vorbereitet kann. Da kann man und bzw. frau Bücher über Bücher lesen oder das Internet bis zum letzten Tropfen ausquetschen. Denn Elternschaft hat viel mehr mit dem Kennenlernen des eigenen Ich´s und den damit verbundenen Glaubenssätzen und Emotionen zu tun, als mit der Frage, wie man ein Baby wickelt.

    Was den meisten bisher nicht bekannt ist, das die Natur sich etwas geniales ausgedacht hat, um dem neuen Menschenkind eine möglichst sichere und geborgene Kindheit zu gewährleisten. Das Gehirn der werdenden Mutter wird durch eine fortschreitende Weiterentwicklung ihres Gehirns auf die Herausforderungen ihrer bevorstehenden Mutterschaft und den damit verbundenen Aufgaben vorbereitet.

    Studie über die Entwicklung des Gehirns einer werdenden Mutter

    Eine Studie von Forscher des Institute of Mental Health* sollte und hat es geschafft Licht ins Dunkle zu bringen. Um die Veränderungen des Gehirns von Frauen nach der Geburt aufzuspüren, wurden Gehirnscans von zahlreichen Müttern auf diese Veränderungen hin untersucht.

    Es zeigte sich eine Zunahme der grauen Hirnsubstanz in einigen Arealen der untersuchten Gehirne. Betroffen sind vor allem die Teile des Gehirns, welche für das frühzeitige Erkennen von Gefahren, die Regulation von Gefühlen sowie für die Lösung von Problemen und den damit verbunden Entscheidungen zuständig sind. Diese Veränderungen ermöglichen es den Müttern ihr Baby besser zu verstehen und zu erkennen, was es in jeder Situation braucht.

    Eine Zunahme der Produktion körpereigener Glückshormone sorgt dabei bereits während der Schwangerschaft für eine tiefe Zufriedenheit der schwangeren Frauen. Ein Cocktail aus Endorphinen und dem Kuschelhormon Oxytocin rundet diese Zufriedenheit mit dem Hervorbringen des ganz besonderen Mutterschaftsgefühl ab.

    Wir freuen uns, wenn dieser Beitrag unseren schwangeren Leserinnen zumindest etwas mehr Gelassenheit und Vertrauen in Hinblick auf die Geburt und ihr Muttersein verleiht.

    Euer Babytalk-Team

    *Pilyoung Kim, National Institute of Health, 9000 Rockville Pike, Bethesda, MD 20892‐2670, USA

  • Babynahrung ab dem 9. Monat – was kann es essen

    Babynahrung ab dem 9. Monat – was kann es essen

    Babynahrung: Für Babys im 9-ten Lebensmonat stellt die Muttermilch immer noch die beste Nahrungsquelle dar und schenkt ihm beim Stillen zudem die Nähe, die es braucht.

    Dennoch gibt es verschiedene Gründe, warum die Mutter nicht mehr Stillen möchte oder kann. Manche Kinder werden auch einfach immer neugieriger, was andere Nahrung betrifft, vor allem, wenn es ältere Geschwister hat.

    Auch wenn in diesem Alter die Beikostreife des Babys erreicht sein sollte, gibt es ein paar Dinge, die bei der Baby-Ernährung noch beachtet werden sollten.

    Sobald Kinder andere Nahrung als Muttermilch erhalten, entwickeln sie schnell ein Interesse, die Vielfalt und ihre Vorlieben an Lebensmittel zu erkunden. Dabei solltet ihr euer Kind nicht zwingen etwas zu probieren, was es nicht möchte. Der Geschmack eures Kindes ändert sich immer wieder im Laufe seiner Entwicklung. Bietet eurem Kind, die von ihm zuvor abgelehnte Nahrung einfach später wieder an.

    In dieser Phase des Übergangs von Babynahrung zur Familienkost machen sich zudem mögliche Nahrungsunverträglichkeiten bemerkbar. Diese sollten unbedingt berücksichtig werden, auch wenn sie sich später wieder legen können. Sofern die Kinder bis zum 10-ten Lebensmonat voll gestillt werden, ist für diesen Einstieg in die Familienkost keine Breiphase notwendig.

    Babynahrung für Kinder ab dem 9. Lebensmonat

    Gemüse

    Als Gemüse kann dem Kind alles gereicht werden, wann es mag und dies am besten zu Beginn als Fingerfood. Dies können beispielsweise gedämpfte Blumenkohl- bzw. Brokkoliröschen, Möhrenstöcken oder Paprikastreifen sein.

    Obst

    Dem Kind dürfen alle Obstsorten sowohl in frischer als auch in getrockneter Form angeboten werden. Diese sollte entkernt sein! und in handliche Stücke zubereitet sein. Da Beeren und Zitrusfrüchte für unsere Kleinen schwer verdaulich sind und sollten sie nur in begrenzten Mengen angeboten werden.

    Eier

    Eier, vor allem hartgekocht, als Omelett oder gut durchgebratenes Rührei, sind nicht nur eine gut Eiweißquelle, sie enthalten zudem Eisen und Zink.

    Getreide

    Sobald eure Kinder neugierig darauf schauen, was der Rest der Familie auf dem Teller hat und beginnen danach zu greifen, legt ihnen ab und zu einfach ein Brotstückchen oder ein Stück Reiswaffel in greifbare Nähe. Sobald sie diese mit ihren Händen greifen können, sind sie auch in der Lage sie zu kauen, zu schlucken und zu verdauen.

    Behaltet sie dabei im Auge, damit es sich nicht durch Unachtsamkeit an einem Stück verschluckt.

    Getränke

    Kinder vertragen in diesem Entwicklungsstand vor allem Wasser und ungesüßten Tee und zur Abwechslung ggf. auch mal einen stark mit Wasser verdünnten Fruchtsaft.

    Da Kinder in diesem Alter noch zu klein sind, um von sich aus nach etwas zu trinken zu verlangen, ist es an uns Eltern ihnen regelmäßig, sowohl zu den Mahlzeiten als auch zwischendurch – etwas anzubieten. Wobei sie im Alter von einem bis drei Jahren ca. 600 bis 700 ml Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen sollten.

    Milch

    Mit Beginn des zweiten Lebensjahres dürfen Kinder handelsübliche Kuhmilch (pasteurisiert oder ultrahocherhitzt) und andere Milchprodukte zu sich nehmen. Dabei sollten 300 Gramm bzw. Milliliter pro Tag allerdings nicht überschritten werden. Zu viel Milch für Babys verlangt Schwerstarbeit von Nieren und Stoffwechsel.

    Falls euer Kind keine Milch mag, ist Jogurt eine gute Alternative, Quark dagegen nicht, weil er zwar viel Eiweiß, jedoch wenig Kalzium liefert.

    Vegane „Milchdrinks“ wie Hafer-, Mandel- oder Dinkeldrinks sollten noch nicht als Milchersatz gegeben werden, da das Gehirn des Kindes sich noch voll im Wachstum befindet und dafür viel Eiweiß braucht.

    Ein zu großer Verzehr von Einweißprodukten begünstigt eine Übergewichtigkeit von Kindern.

    Unsere Tipps wie es mit dem Essen klappt

    • Lasst euer Kind beim Essen nicht alleine. Falls es mit einigen .Nahrungsmitteln überfordert ist (z.B. mit Brotkrümeln), braucht es eure Hilfe. Kinder essen wie wir Erwachsene lieber und eher mehr, wenn es Gesellschaft hat.
    • Sprecht während des Essens mit eurem Kind und ermuntert es zum Essen, indem ihr ihm aufbauendes Feedback gibt.
    • Wenn euer Kind ein Nahrungsmittel nicht essen möchte, probiert es einfach nach einigen Tagen noch einmal.
    • Kinder brauchen Rituale und das gilt auch fürs Essen und so solltet ihr euer Kind langsam darin unterstützten seinen eigenen Essrhythmus mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu finden.
    • Sobald euer Kind den Mund verschließt, den Kopf wegdreht oder Löffel bzw. den Teller wegschiebt, zeigt es euch, dass es nichts mehr essen möchte. Dies solltet ihr akzeptieren. Das altbekannte Motto „Was auf den Tisch kommt, wird gegessen“ sollte weder für Babys noch für Kinder gelten.
    • Denkt daran, es mit unterschiedlichen Konsistenzen zu probieren. Manchmal lehnt euer Kind etwas ab, weil es seine Konsistenz nicht mag. Möglicherweise mag es lieber ganz grob statt fein Püriertes oder rundes statt eckiges? Oder es möchte etwas, was es selbst in der Hand nehmen kann?
    • Wie über die gesamte Entwicklung eurer Kinder seid ihr seine Vorbilder und so übernimmt es sowohl eure guten als auch schlechten Essgewohnheiten.

    Euer Deva (Babytalk-Team)

    Beitragsfoto: tatyana_tomsickova / Getty Images Pro
  • Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys brauchen unsere Aufmerksamkeit

    Mutter-Kind-Bindung: Babys fühlen sich nach ihrer Geburt in dieser fremden, lauten und hellen Welt verloren. Das Einzige, was ihnen hilft sich einigermaßen sicher zu fühlen, ist die aktive Aufmerksamkeit ihrer vertrauten Mutter. In den ersten Wochen geschieht dies vor allem über direkten Augenkontakt.

    Immer auf der Suche nach Gefahren

    Überlegt mal, was macht ihr, wenn ihr euch in einer fremden Umgebung befindet, wo ihr die Menschen nicht versteht?

    Vermutlich achtet ihr auf deren Mimik und Gestik und Körperhaltung und hofft darüber ihre Haltung euch gegenüber herauszufinden. Sind sie euch feindlich oder wohlgesonnen sind. Dies ist ein uralter menschlicher Instinkt. Und wenn euch auch nur eine Person in dieser Umgebung einigermaßen vertraut ist oder ihr mit dieser Person kommunizieren könnt, sucht ihr vermutlich erstmal dessen Nähe.

    Ziemlich genauso geht es Babys, wenn sie in die Welt geboren wurden und fast täglich neue Dinge und Menschen sehen, hören, riechen und deren Emotionen wahrnehmen. Diese Erfahrungen müssen erstmal verdaut werden. Dafür brauchen und suchen sie die Nähe ihrer Eltern, insbesondere ihrer Mutter, weil ihnen deren „Stimme“ und deren Geruch aus der Schwangerschaft vertraut sind.

    Auch wenn sie nicht in der Lage sind, sich körperlich und verbal dem entsprechend zu äußern oder gar logisch zu denken, sind sie uns in diesem Alter in Bezug auf ihre Wahrnehmung noch haushoch überlegen. Sie nehmen zwischenmenschliche Spannungen, wie zwischen ihren Eltern und anderen Mitmenschen, sehr genau wahr und sind sich deren Emotionen wesentlich bewusster als wir Erwachsene.

    Mutter-Kind-Bindung durch direkten „Augen-“Kontakt

    Aus vielen wissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass in den ersten drei Lebensjahren eines Menschen die „frühkindliche Bindung“ stattfindet. Das heißt, hier werden über die Beziehung zu den Eltern, die Überzeugungen über sich selbst und seine Umwelt geprägt. Dazu gehören Überzeugungen, wie ich bin liebenswert oder nicht, ich kann meinen Eltern vertrauen oder nicht, die Welt ist sicher oder nicht … . Fühlt sich ein Kind in den ersten drei Lebensjahre geborgen, geliebt und angenommen, hat es danach im Leben einfacher.

    Die Beziehung bzw. Bindung zu den Eltern findet, mangels Kommunikationsmöglichkeiten über Körperkontakt, wie z.B. beim Stillen (Berührungen) und vor allem über die Augen statt und ist die Grundlage für eine lebenslange vertrauensvolle Bindung. Aus diesem Grund ist es wichtig, immer wieder in direkten Augenkontakt mit eurem Baby zu gehen und auf sein Verhalten zu reagieren. Dies gibt ihm zudem das Gefühl „wichtig“ zu sein und als „Wesen“ wahrgenommen zu werden.

    Ablenkung unserer Aufmerksamkeit

    Unser „Wohlstand“ und die damit verbundenen Haushaltsgeräte haben dazu geführt, dass uns sehr viel Arbeit im Haushalt abgenommen wird. Dennoch haben wir viel weniger Zeit für unsere Babys und Kinder. Der größter „Zeitfresser“ ist dabei das Smartphone gefolgt vom Fernsehen, welche Mütter und Väter häufig ablenken. So fehlt den Kindern das direkte Feedback, dass sie sich gerade in Sicherheit befinden. Zudem fühlen sie sich nutzlos und „unwirksam“, da sie immer wieder die Erfahrung machen, keinen Einfluss auf ihre Umwelt zu haben. Dies lässt sie mit der Zeit ihren „Lebenssinn“ verlieren.

    Wenn ich eh nicht wahrgenommen werde und mein Dasein nichts verändert, hat mein Leben keinen Sinn.

    Die Frage, wie sich die Nutzung von Smartphones durch Mütter und Väter auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, wurde vor eineinhalb Jahren wissenschaftlich nicht näher untersucht. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat dies nun in folgender Studie nachgeholt: «Smart Start – Wie nutzen werdende Eltern ihr Smartphone?» Die Studie widmet sich dem Einfluss der elterlichen Smartphone-Nutzung auf die Eltern-Kind-Beziehung in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt.

    Studie mit depressiven Müttern

    In einer Studie wurde untersucht, wie stark Kleinkinder auf direkte Reaktionen durch ihre Mütter angewiesen sind. Die Mütter agierten wenig bis gar nicht mit ihren Babys. Sie sahen ihre Kinder nicht an und ihre Gesichtsausdrücke wirkten abwesend. Es zeigte sich, dass bereits drei Monate alte Babys gestresst reagierten und zu brabbeln begannen. Dabei ruderten sie mit ihren Armen und Beinen und probierten immer wieder den Kontakt zu ihrer Mutter herzustellen.

    In dem nachfolgenden Video reagieren Mütter kurzzeitig nicht auf die Interaktiongesuche ihrer Babys und schauen diese „nur“ abwesend an. Ihre Reaktion zeigt sehr nachdrücklich, was das mit ihnen macht.

    Das Video ist aktuell leider von youtube runtergenommen worden. Ich hoffen, dass sich das zeitnah klären wird.

    https://www.youtube.com/watch?v=apzXGEbZht0

    Tipps, wie wir es schaffen können unseren Kindern wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken

    Meiner Meinung nach ist Entschleunigung eine oder gar die Grundvoraussetzung hierfür. Nur wenn wir wieder entspannter und gelassener werden, gewinnen wir den Blick für das Wesentliche im Leben zurück. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Unser hohes „Lebenstempo“: kurz Frühstücken, schnell zur Arbeit, in den Pausen die nächsten Aufgaben und Herausforderungen planen bzw. lösen und auf der Heimfahrt schnell noch Einkaufen, Kind abholen und je nachdem noch schnell einen Kaffee schlürfen um die nächste Folge unserer Lieblingsserien nicht zu verpassen, Kind abfüllen und ins Bett bringen, nächste Folge …

    Auch wenn dies absichtlich überspitzt formuliert ist, befinden wir uns bereits lange vor dem ersten Kind (nicht selten schon während der Schulzeit) in solch einem Hamsterrad. Nicht selten auch als „Modern Art of Life“ bezeichnet. Nicht selten versteckt sich die Angst etwas zu verpassen oder nicht (gut) genug zu sein dahinter.

    Das Gefährliche daran ist vor allem, dass wir dies nicht wahrnehmen und uns auch gar nicht mehr anders vorstellen können. Anders ausgedrückt „wir haben den Kontakt zu unserem Inneren Kind“ verloren“, welches immer wieder (vergeblich) versucht uns auf unsere Bedürfnisse und Gefühle aufmerksam zu machen.

    Wobei das „Liebes-“ Hormon Oxytocin vor, bei und nach der Geburt alles daran setzt uns mit unserem „Inneren Kind“ wieder zu verbinden. So dass wir allein durch den Anblick unseres Babys berührt werden.

    Es bedarf viel Disziplin und Geduld, um aus diesem Hamsterrad heraus zu kommen!

    Sich auf das konzentrieren, was man gerade macht

    Dabei kann es hilfreich sein, sich immer wieder bewusst dafür zu entscheiden, sich nur auf die Sache zu konzentrieren, die man gerade macht, unabhängig davon, ob es sich um Arbeits- oder Haushaltsaufgaben handelt. Auch wenn viele Computer und Menschen es zur Perfektion bringen, so zu tun, als ob sie multitaskingfähig wären, sind sie es nicht. Die Prozessoren bzw. das Gehirn arbeiten ständig und extrem auf Hochtouren.

    bewusst langsam gehen

    Bei allen Gängen, die Chance zu nutzen, bewusst bzw. absichtlich wesentlich langsamer zu gehen. Dies bringt uns sehr schnell aus unserem „Trott“ raus.

    bewusst langsam essen

    Wie viele es als Kind von ihren Eltern gesagt bekamen, ist es nicht nur für die Verdauung, sondern auch zum Runterkommen, hilfreich lange zu kauen. Ich kenne noch die Empfehlung alles 30-mal zu kauen.

    bewusst zu atmen

    Dabei kommt es gar nicht so genau darauf an, welche Atemtechnik man verwendet, solange sie einem gut tut. Wichtig ist, dass man sich auf seinen Atem konzentrieren „muss“.

    in der Natur (Wald) spazieren gehen

    Spaziergänge im Wald helfen uns extrem schnell zu entspannen bzw. runter zu kommen.

    das Handy beiseite legen

    Es ist hilfreich, sich „zu trauen“ bei Gängen außer Haus sein Handy willentlich zu Hause zu lassen.

    Handarbeiten

    Für die, die es mal gelernt haben, ist Stricken oder Häkeln eine gute Beschäftigung, doch auch das Malen von Mandals oder das … kann sehr entspannend wirken.

    Über die Entschleunigung fällt es uns leichter achtsam zu sein und wieder viele Dinge neu und somit auch anders wahrzunehmen. Wir wünschen Euch die Ruhe und Gelassenheit für eine verlässliche  Mutter-Kind-Bindung mit ganz viel Interaktion vor allem über die Augen und über körperliche Nähe.

    Euer Deva (Persönlichkeitsentwickler und Familientherapeut)

    Beitragsfoto: Syda Productions

  • Produktvorstellung und Verlosung: Die HAPPY FLOW BOX für die Schwangerschaft

    Produktvorstellung und Verlosung: Die HAPPY FLOW BOX für die Schwangerschaft

    Du bist schwanger und voller Vorfreude auf dein Baby?

    Du möchtest dich ganzheitlich und bestärkend auf die Geburt vorbereiten?

    Und du möchtest dir selber monatlich kleine Überraschungen senden lassen, die dir nicht nur ein Lächeln ins Gesicht sondern auch wohltuende Dinge nach Hause zaubern?

    Dann solltest du dir unbedingt die Seite von der Flowbirthing-Mentorin Tina Plath ansehen!

    Bei ihr findest du neben einem ganzheitlichen Geburtsvorbereitungskurs auch die tollsten Überraschungsboxen für eine schönere Kugelzeit:

    Die Happy Flow Box: Überraschungsbox zum Wohlfühlen für dich zu Hause

    Mit bis zu acht Boxen kannst du dir selber eine wiederkehrende Freude machen, oder aber auch machen lassen. Die Produkte, die in die Happy Flow Box gelangen, sind handerlesene Produkte, bei denen man merkt, dass das Konzept dieser Box sehr gut durchdacht und mit Liebe umgesetzt wird.

    Die Produkte sind alle qualitativ hochwertig und vermitteln ein Flair von Leichtigkeit und Freude.

    Wir möchten besonders betonen, dass man deutlich merkt, dass hier keine Kooperationen mit Firmen, die ihre Produkte bewerben wollen vorliegt, sondern dass die Gründerin von sich aus die Produkte, die sie in die Boxen packt, ausgewählt hat, da diese einfach wirklich Freude machen.

    Noch ein sehr positiver Punkt: Du musst keine Kündigungsfrist im Kopf speichern, da die Box mit dem errechneten Geburtstermin deines Babys von alleine abbestellt wird.

    Man geht also kein Risiko ein und braucht sich nach der Bestellung um nichts mehr kümmern:)

    Hochwertige Produkte für die Schwangerschaft

    Da wir nicht einfach nur eine tolle Idee hier vorstellen, sondern auch einer unserer Leserinnen eine Freude machen wollen, verlosen wir eine (einmalige) Box!

    Sie hat uns alleine schon beim Öffnen für die Fotos sehr positiv angesprochen, denn es strömt ein sehr angenehmer Duft aus ihr heraus.

    Enthalten sind eine Duftkerze von Meraki, ein Raumspray aus 100% naturreinen, ätherischen Ölen, ein Bademilch-Extrakt, ein Wohlfühl-Tee und 4 Karten mit wunderschönen, entspannenden Motiven, die als Gutscheinkarten gedacht sind, mit denen du dir selber Aufmerksamkeit / Me-Time-Momente schenken kannst.

     

    Wir verlosen diese Box auf Instagram / Facebook:

    Zum Gewinnspiel

     

    Viel Glück und viel Freude!

    Euer Babytalk-Team

     

  • Trennung trotz Kinder – Was ist die beste Entscheidung?

    Trennung trotz Kinder – Was ist die beste Entscheidung?

    Trennung trotz Kinder: Immer mehr Paare stellen sich die Frage, ob sie sich trotz Kinder trennen sollen, weil sie sich von einander entfernt haben oder es für ihre Kinder durchstehen sollen.

    Ich möchte in diesem Beitrag keine generelle Empfehlung aussprechen, vor allem, weil ich glaube, dass es keine gibt. Vielmehr möchte ich auf die Fragen und Sorgen der Partner in Bezug auf die Entwicklung und Beziehung zu ihren Kindern eingehen.

    Fragen in Bezug auf den Partner stehen in diesen Situationen seltener im Fokus.

    Wie sehr werden die Kinder aufgrund der Trennung leiden?

    Als „betroffener“ Vater und aus den Erfahrungen meiner Praxis als Familien- und Paartherapeut kann ich sagen, Kinder leiden immer unter einer Trennung ihrer Eltern, egal ob still oder sichtbar.

    Die Leiden sind vielfältig, Kinder fühlen sich fast immer schuldig für die Trennung und das vorausgegangene Leid ihrer Eltern, da sie sich noch nicht getrennt von ihnen wahrnehmen können. Dies können sie erst nach dem „Rubikon“, ein Entwicklungsschritt, den Kinder um das 9.- 10. Lebensjahr vollziehen und ab dem sie sich als eigenständige Menschen wahrnehmen können. Danach können sie die Verantwortung für die Schwierigkeiten ihrer Eltern zumindest teilweise bei ihren Eltern lassen.

    Sie fühlen sich bei Streitereien als auch bei einer Trennung so gut wie immer zwischen den Stühlen stehend. Auch wenn Kinder ihre beiden Elternteile lieben, besteht nicht selten eine engere Bindung zu einem Elternteil, was ihre „unschuldige“ Seele besonders schwer belastet. Bei einem Streit, fühlen sie sich in einem Loyalitätskonflikt „zu wem soll / muss ich jetzt stehen“.

    Wie sehr leiden die Kinder unter der Beziehung ihrer Eltern?

    Eine entscheidende Frage, die sich Eltern stellen sollten, lautet: wie sehr ihre Kinder in der aktuellen Situation leiden. Die Schwierigkeiten ihrer Eltern bekommen sie mehr mit, als sich die allermeisten Eltern vorstellen können und dass auch dann, wenn sie deren Streits nicht direkt mitbekommen.

    Sie spüren vor allem die Emotionen, nehmen das veränderte Eltern- und Familienleben sowie die veränderte Körperhaltung und Mimik wahr. Je nachdem wie offensichtlich die Beziehungsprobleme der Eltern sind, ist es nicht selten, dass sie immer wieder in eine Hab-Acht-Stellung fallen und nur darauf warten, wann der nächste Streit los geht oder auch eskaliert.

    Dies blockiert sehr häufig eine geborgene und vertrauensvolle Entwicklung ihrer Kinder.

    Die Chancen einer Trennung

    Auch wenn sich fast alle Kinder wünschen, dass ihre Eltern nach einer Trennung wieder zusammenkommen, freuen sie sich auch, wenn ihre Eltern nach einer Trennung entspannter sind. Ebenso bieten neue Partner der Eltern die Chance, eine glückliche Beziehung und die dazugehörigen Verhaltensweisen kennenzulernen. Die wichtigsten Verhaltensmustern sind Wertschätzung, Vertrauen, Empathie, die Fähigkeit zu vergeben und viele mehr.

    Trennung trotz Kinder und deren möglichen Prägungen und Leiden

    Negative Prägungen

    Die Beziehung der Eltern ist die Vorlage für die späteren Beziehungen ihrer Kinder. So kommt es häufig vor, dass sich die Beziehungsprobleme der Eltern bei ihren Kindern wiederholen. Typische Beziehungsmuster sind Untreue, Gewalt, viele laute Streitigkeiten, sowie nicht ausgedrückte Meinungsverschiedenheiten, nebeneinanderher leben bzw. sich nicht einlassen/vertrauen zu können.

    Positive Prägungen

    Nicht nur die ersten, sondern auch spätere Beziehungen ihrer Eltern stellen Blaupausen für ihre eigenen Beziehungen im  Jugend- und vor allem im Erwachsenenalter dar. Die Kinder haben bei beiden Elternteilen die Chance zu erfahren, wie es denen besser geht, wenn sie nicht zusammenleben. Kinder wünschen sich das ihre Eltern „glücklich“ sind, noch mehr, als dass ihre Eltern zusammenleben. Auch wenn es in der heutigen Zeit nichts ungewöhnliches mehr ist sich scheiden zu lassen, war es vor 25 Jahren für viele Eltern noch immer ein No-Go. Und wenn die Eltern es schaffen nach einer Trennung wieder glücklich zu werden, fällt es ihren Kindern leichter diese Option für sich zu treffen.

    Trotz Trennung Eltern bleiben

    Auch wenn wir uns trennen, bleiben wir unser Leben lang Eltern unserer Kinder. Dafür ist es wichtig, dass wir uns so friedvoll wie möglich scheiden. Dies setzt voraus, dass wir uns unseren Teil für die Probleme anschauen und die Verantwortung dafür übernehmen.

    Ansonsten werden wir die Persönlichkeitsanteile, die wir an unserem PartnerIn verurteilten, auf unsere Kinder übertragen, denn sie besitzen zu 100% die Eigenschaften ihrer Mütter und Väter.

    Fazit: An einer Beziehung und an sich arbeiten

    Die Schwierigkeiten, die sich vor allem in engen Beziehungen auftuen, weißen uns daraufhin, dass wir da etwas verurteilen. In der Regel sind es Urteile, die wir von unseren Eltern häufig in Bezug auf uns übernommen haben. Unsere Partner (Beziehungen) spiegeln uns unsere Urteile, auf dass wir diese loslassen können und uns immer mehr so annehmen wie wir sind. In diesem Sinne ist „Beziehungsarbeit“ vornehmlich „Arbeit“ an bzw. für uns selbst. Hier ein paar sehr typische Urteile: 

    • Ich bin nicht okay, was soviel heißt, wie ich bin nicht liebenswert, wenn ich soviel Nähe brauche (Klammere)
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich meine Bedürfnisse (Wünsche) ausdrücke
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich ausgelassen bin
    • Ich bin nicht liebenswert, wenn ich „zu selbstbewusst bzw. zu stark“ bin 

    Alle Probleme bzw. Urteile, die wir in einer Beziehung nicht bearbeiten, bringen nehmen wir mit in die nächsten Beziehungen. Selbst, wenn der neue Partner zu beginn, so vollkommen anders ist. Wir bringen ihn dazu, uns vor die gleichen „Herausforderungen“ zu stellen, die wir in unserer vorherigen Beziehung nicht gelöst haben. Und alle Themen, die wir als Eltern auflösen bzw. heilen, brauchen unsere Kinder nicht mehr auflösen.

    Ich wünsche allen betroffenen Paare den Mut sich ihre Urteile anzusehen.

    Deva (Paar- und Familientherapeut)

    Beitragsfoto: Prostock-Studio / Getty Images
  • Die Berechnung des Geburtstermines

    Die Berechnung des Geburtstermines

    Kaum hält man den positiven Schwangerschaftstest in der Hand stellt sich vor allem eine Frage: Wann wird das Baby auf die Welt kommen? Diese Frage stellt sich nicht nur aus Neugierde, denn auch der Beginn des Mutterschutzes richtet sich nach dem zu erwartenden Geburtstermin.

    Wie bekommt man nun den Termin heraus, zum Beispiel auch bevor man den voraussichtlichen Geburtstermin von seiner Hebamme oder seinem Frauenarzt erfährt?

    Die formelle Berechnung dieses Termins ist diesen Berufsgruppen vorbehalten, dennoch kann man, sofern die Frau den Tag ihrer letzten Periode kennt, mit einer Formel den ungefähren Termin berechnen:

    Wichtig ist, dass die werdende Mutter weiß, wann ihr letzter Menstruationstag war.

    Mit der Naegele-Regel den Geburtstermin berechnen

    Die gängigste Methode zur Berechnung des Geburtstermins ist die Naegele-Regel.

    Ab dem Datum der letzten Menstruationsblutung subtrahiert man drei Monate und addiert anschließend sieben Tage dazu. Somit erhält man den voraussichtlichen Geburtstermin (ein Jahr später).

     Was bedeutet dieser Termin nun genau?

    Genau ist eigentlich bereits in der Frage das falsche Wort. Denn weder lässt sich ein Baby mit seiner Entwicklung in einen festen Zeitraum drücken noch ist der Zyklus einer Frau immer gleich lang. Es gibt Babys, die sind ein paar Tage oder Wochen eher geburtsbereit, andere Babys lassen sich deutlich mehr Zeit als die typischen 40 Schwangerschaftswochen.

    Deswegen sollte man den errechneten Termin auch nicht als Termin sehen, sondern als Zeitspanne in der die Geburt beginnen kann.

    Von dem errechneten Termin zieht man 14 Tage ab und addiert außerdem 14 Tage drauf. So erhält man den Zeitraum, in dem das Baby sehr wahrscheinlich geboren wird, wenn die Schwangerschaft nicht durch einen pathologischen Grund eher beendet werden muss.

    Nur 10% der Babys kommen an dem vorab berechneten Termin zur Welt.

    Wer nicht rechnen möchte, kann sich zum Beispiel mit Hilfe des Geburtstermin-Rechners von Rossmann den Termin ausgeben lassen.

    Wir wünschen Euch eine wunderschöne Kugelzeit!

    Eure Babytalk – Redaktion