Wie mein Kind begann feste Kost zu sich zu nehmen

9. October 2017 -



Unsere Autorin Tamara hat uns einen schönen Erfahrungsbericht geschrieben, wie ihre drei Kindern mit dem Essen von fester Nahrung begannen.


Ich habe meine Kinder stets gerne gestillt. Ich fand es nicht nur schön, sondern auch super praktisch. Und so eilte es mir auch gar nicht, mit Beikost zu beginnen.

Beim ersten Kind wusste ich noch nichts von „Baby Led Weaning“ und da mein Mann und ich keine Gläschenkost kaufen wollten, standen wir immer lange in der Küche um für unseren Sohn Brei zu kochen, abzufüllen und einzufrieren.

Die ganze Arbeit war aber ziemlich sinnlos – ausser Apfelmus rührte er kaum etwas an und auch letzteres nahm er nur in Mini-Mengen an während gleichaltrige Babys fast das Vierfache gierig verschlangen. Ich beobachte das erstaunt.

Erst als er ab ca. 12 Monaten so richtig gut und selber am Familienessen partizipieren konnte, ass er auch grössere Mengen.

Beim zweiten Kind sollte es anders laufen

Beim zweiten Kind wollte ich mir die Kocherei ersparen und hörte dankbarerweise frühzeitig von „Baby Led Weaning“.

Dass das Baby selber entscheiden soll, was es zu sich nimmt und die Muttermilch im ersten Lebensjahr sowieso noch die wichtigste Nahrungsquelle darstellt, klang wunderbar „bequem“ für mich und auch sinnvoll für das Kind, dem nichts in den Mund geschoben wird und das von Anfang an mit der „richtigen“ Konsistenz der verschiedenen Lebensmittel Bekanntschaft macht.

Auch beim dritten Kind starteten wir das „Erlebnis Beikost“ vor rund 3 Monaten auf diese Weise. Meine Tochter freut sich stets sehr, wenn wir sie in den Hochstuhl an den Tisch setzen und kann es kaum erwarten, in ihr Schüsselchen zu greifen.

Am Anfang musste die Kleine beim Essen noch ab und zu würgen

Während der ersten Wochen würgte sie noch häufig. Hilfe brauchte sie aber selten. Das Würgen hat sich mittlerweile komplett verloren. Sie bekam anfangs je nach Lebensmittel mindestens daumengrosse Stücke, die sie gut greifen/halten konnte.

Jetzt, mit 8 Monaten, hat sie den Scherengriff perfektioniert und erhält auch kleinere Stücke. Ich schneide ihr z.B. Weintrauben in 3-4 Scheibchen weil sie (immer noch zahnlos) diese samt Haut auf diese Weise besser kauen und schlucken kann.

Manchmal fliegt auch etwas durch die Küche

Sie zeigt mittlerweile auch deutlich, wenn sie etwas nicht mag, indem sie es einfach auf den Tisch pfeffert. Wir bieten ihr dennoch auch die verschmähten Lebensmittel regelmässig an. In der Regel bekommt sie Obst, Rohkost, Brot etc. oder ich zweige vor dem Salzen etwas ab wenn ich koche.

Gestillt wird sie daneben weiterhin nach Bedarf. Brei geben wir ihr selten bis nie. Es wäre für mich natürlich auch kein Problem wenn sie, z.B. in der Kita, Brei bekäme. Aber da sie jeweils eh nur kurz dort ist, war das noch nicht der Fall.

Mit drei Kindern haben wir am Tisch sowieso keinen Arm zu viel, der sich auch noch ums Füttern kümmern könnte und ihre Freude, wie die Grossen am Tisch mitessen zu können, bestätigt uns, wie natürlich und schön das „Baby Led Weaning“ auch für sie ist.

Eure Tamara (Babytalk – Autorin)


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