Glückliche Kinder brauchen glückliche Eltern

11. April 2017 -



Das ist die einfache und simple Wahrheit, welche als Leitfaden für die „Erziehung“ unserer Kinder stehen könnte bzw. sollte.

Bedürfnisse von Kindern und Eltern

Wer wünscht sich keine glücklichen Kinder und dabei auch noch selber glücklich zu sein? Doch wie soll das gehen? Unsere Kinder sind doch das Wichtigste in unserem Leben.

Und sie brauchen uns doch fast 24 Stunden am Tag, vor allem wenn sie noch klein sind. Das stimmt.

Und doch sollten wir Eltern uns eines immer vor Augen halten, unsere Kinder wünschen sich (und brauchen!) glückliche und entspannte Eltern, die ihnen Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Natürlich macht die Geburt eines Kindes, vor allem wenn es gesund ist, uns glücklich, ist dies in aller Regel eher ein vorübergehendes Gefühl.

Zudem ist es nicht die Aufgabe von unseren Kindern uns glücklich zu machen. Dafür sind wir selbst verantwortlich.

Wir wünschen uns für unsere Kinder Zeit zum Spielen, die Seele baumeln lassen und ganz viele weitere glückliche Momente. Und da Kinder nun mal am meisten durch Nachahmen lernen, liegt es an uns, es ihnen vorzumachen bzw. vorzuleben.

Wie soll das funktionieren?

Ein erster Schritt könnte darin bestehen, wieder wahr-zu-nehmen, was wir für Bedürfnisse habe. Diese anzunehmen und zumindest immer wieder welche von ihnen zu befriedigen, hilft uns zu entspannen.

Und auch wieder auf die kleinen „wunder–vollen“ Dinge im Leben aufmerksam zu werden. Diese sind es, die uns glücklich machen.

Unsere Bedürfnisse zeigen uns immer was uns fehlt. Und wenn dieses Mangelgefühl zu lange anhält, werden wir immer gereizter und aggressiver. Was in der Regel unsere Partner und nicht zuletzt unsere Kinder abbekommen.

Was diese besonders verwirrt und verängstigt. Wir können solch ein „Fehlverhalten“ zwar nicht ausschließen, da wir uns diesem nicht immer bewusst sind, doch wir können anschließend zu unseren Kindern hingehen und uns entschuldigen und ihnen mitteilen, warum wir so gereizt reagiert haben.

Dadurch lernen Kinder eines der wichtigsten Ding im Leben. „Man muss nicht perfekt sein und darf Fehler machen.“

Eine „Falle“ in die Eltern oft reinfallen, ist es, die Bedürfnisse ihrer Kinder über ihre eigenen zu stellen.

Dabei geht es darum, neben den Grundbedürfnissen unserer Kinder, wie Nahrung und Sicherheit, zuerst unsere Bedürfnisse zu erfüllen und ab und zu aus Liebe zu unseren Kindern, auch mal zurückzustellen.

Aber nicht aus Angst davor „eine Rabenmutter“ oder schlechter Vater zu sein, das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse zur „Routine“ werden zu lassen. Wenn dies geschieht, geben wir nicht mehr aus Liebe, sondern opfern uns auf.

Und dann leben wir unseren Kindern genau das vor. Zudem übernehmen Kinder schnell die Verantwortung für das “Wohlbefinden” ihrer Eltern, was ihnen so wichtig ist. Gleichzeitig stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse zurück.

Wollen wir das?! Und was würden wohl unsere Kinder wollen?

Voraussetzungen zum glücklich sein

Ich gehe davon aus, dass eine der Voraussetzungen zum glücklich sein darin besteht, Kontakt zu seinen Gefühlen zu haben, anders ausgedrückt wir brauchen Kontakt zu unserem inneren Kind.

Dazu ist Mut notwendig, Mut unser Herz wieder aufzumachen bzw. “zu lernen uns wieder verletzlich zu machen”.

Wenn wir unser inneres Kind kennenlernen und ihm Raum zum Spielen geben, dann gehen wir im Spielen viel mehr auch auf unsere Kinder und deren Spiele ein. Das sind Momente, die wir und unsere Kinder brauchen und lieben.

Unsere inneren Kinder zeigen sich bei uns Erwachsene in unseren Bedürfnissen, wie Ruhe, Aufregung, Leidenschaft, etc. In diesem Zusammenhang sagt man auch “beim Sex spielen unsere inneren Kinder”.

Dazu gehört vor allem Zeit für sich, für die Partnerschaft und auch mal Abstand von den Kindern.

Wenn wir in Kontakt mit ihnen bzw. unseren Gefühlen sind, sind wir authentisch. Das spüren unsere Kinder. Es gibt ihnen Sicherheit, da das was sie bei uns wahrnehmen und das, was wir sagen übereinstimmt.

Denn sie erlernen als erste Kommunikation die Gefühle ihrer Eltern/Mitmenschen wahrzunehmen und zu “deuten”. Und später, wenn sie unsere Worte verstehen, irritiert es sie, wenn diese nicht mit der Wahrnehmung der Gefühle übereinstimmen.

Und da unsere Kinder vor allem durch “Nachahmung” lernen, werden sie mit der Zeit auch immer mehr Worte sagen, die nicht mit ihren Gefühlen übereinstimmen”, dies kann auch als Täuschung / Maske aufsetzen bezeichnen. Wollen wir das?

Unsere Bedürfnisse müssen zwar nicht alle “ausgelebt” werden, doch sie wollen “gehört” und akzeptiert werden. Je mehr wir diese annehmen, umso weniger ablehnend werden wir den Bedürfnissen unserer Kinder gegenüber und sind in der Lage verständnisvoller auf diese zu reagieren.

Eine Ablehnung ihrer Wünsche verstehen Kinder immer als ein „Nicht richtig sein“ bzw. “Nicht liebenswert zu sein”. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass gleichzeitig die Bedürfnisse der Eltern, die in ihrer eigenen Kindheit abgelehnt wurden, eine Art Heilung erfahren.

Warum brauchen glückliche Kindern glückliche Eltern?

Wenn wir gut für unsere Bedürfnisse sorgen, sind wir wesentlich ausgeglichener, was unsere “Schmerzgrenze” höher setzt und wir entspannter auf Dinge reagieren können, die uns “gegen den Strich gehen”.

Dann erhalten unsere Kinder, umso mehr das, was sie sich wünschen, so geliebt zu werden, wie sie sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir euch auch den Beitrag “Eine kleine Auszeit vom Elternsein” ans Herz legen (Hinweis der Redaktion).

Euer Deva (Babytalk – Redaktion)

Foto: shutterstock / Liderina

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