Hyperemesis – Es ist nicht einfach nur eine Schwangerschaftsübelkeit!

14. September 2017 -



Vor einigen Monaten gab es so gut wie kein Magazin bzw. Blatt, welches nicht den Augenmerk auf Prinzessin Kate in England richtete, die mit ihrem dritten Kind schwanger ist und an Hyperemesis litt.

Uns fällt auf, dass es nach wie vor sehr wenige Stellen gibt, die mit dieser Schwangerschaftserkrankung fair umgehen und möchten Euch aus diesem Grund Einblick geben.

Ich hatte in der Schwangerschaft mit meiner Tochter mit genau diesem Problem zu kämpfen:

Die Schwangerschaft mit meiner Tochter (heute fünf Jahre alt) begann zunächst sehr entspannt.

Die ersten sieben Wochen waren sehr angenehm, das einzige, was ich merkte waren seltsame Gelüste, was das Essen betraf.

Ab der achten Schwangerschaftswoche begann eine normale Morgenübelkeit, die ich allerdings mit viel Fencheltee ganz gut in den Griff bekam.

Das erste mal haute mich die Hyperemesis in der dreizehnten Woche so richtig um.

Der Papa der Kleinen und ich waren in der Stadt unterwegs, als ich plötzlich nicht nur wackelig auf den Beinen war, sondern auch einen schrecklichen Brechreiz hatte.

Ich kam von der Toilette eines Restaurant nicht mehr weg, da ich immer, sobald ich versuchte, mich auf die Beine zu stellen, erneut brechen musste.

Krankenhausaufenthalte in meiner Schwangerschaft

Schwangere Frau liegt an einem Tropfer angeschlossen im Bett

An diesem Tag wurde ich das erste mal stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Dort verbrachte ich direkt erstmal sechs Wochen am Tropf, da ich nicht mal einen einzigen Schluck Tee oder Wasser in mir behielt.  Von Essen ganz zu schweigen …

Ich konnte mich kaum bewegen, war extrem erschöpft und konnte mich nicht eine Minute auf ein Buch oder Zeitschrift konzentrieren.

Die Zeit im Krankenhaus habe ich allerdings als sehr positiv in Erinnerung, da ich dort einfach meinen Bedürfnissen nachgehen konnte und zu nichts gezwungen wurde.

Ich schrieb viel Tagebuch für die Maus, lag unfassbar viel im Bett und hörte Hörbücher, auch wenn ich meistens am Abend  nicht mehr wusste, wovon sie handelten …

Dort habe ich dann übrigens auch damit begonnen meinem ersten Blog zu schreiben.

Die Infusionen verhinderten, dass ich austrocknete. Die Krankenschwestern waren super lieb, und blöden Fragen musste ich mich wegen meines „Unwohlseins“ auch nicht stellen.

In der Mitte der Schwangerschaft ging es ein paar Wochen ganz gut. Sprich, „ich musste nur drei mal am Tag brechen und nicht rund um die Uhr“ und ich konnte das Krankenhaus erst einmal verlassen.

Doch im sechsten Monat ging es wieder extrem mit meinem Brechen los und ich lag wieder auf meiner zu meiner zweiten Heimat etablierten Station.

Mit Akupunktur und Infusionen wurde ich gegen das Brechen behandelt. Zum Glück war mein Frauenarzt der Belegarzt in dem Krankenhaus, wodurch mit auch erspart blieb, nicht ernst genommen zu werden.

Ich möchte betonen!, dass es handelt sich bei dieser unangenehmen Schwangerschaftserkrankung nicht einfach nur um eine ausgeprägte typische Morgenübelkeit handelt!

Hyperemesis würde ohne Behandlung zu Austrocknung und Nährstoffmangel führen, was sowohl der Mutter als auch dem Fetus gefährden und / oder schaden würde.

Liebe Grüße

Eure Mira

Beitragsfoto: PhotoMediaGroup / shutterstock
Foto 2: Roman Kosolapov / shutterstock

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